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Sonntag, 13. Oktober 2013

Bunte Herbstfahrt

Nach einem nassen und windigen Samstag lockte der sonnige Sonntag einige Paddler auf die Förde und die Schwentine. Olav und ich hatten Lust, uns den bunten Blätterwald auf der Schwentine anzusehen. Die Stimmung war wirklich schön und wir erfreuten und am Farbspiel der unterschiedlich gefärbten Bäume. Leider hatte die Schwentine etwas wenig Wasser, so dass wir bei den zwei großen Steinen in der Kurve auch umkehrten. Zurück am Verein trafen wir auf Jörg und Mathias, die auf der Förde eine Runde gedreht hatten.

Klaus-Peter

Mittwoch, 25. September 2013

Dämmerfahrt 2013

So eine Fahrt ohne "Wiederkehr" zu organisieren, ist im Vorfeld immer etwas aufwändig. Dieses Mal haben wir unsere Autos, die unsere Rückkehr vom Schönberger Strand sicherstellen sollten, nicht erst am Tag der Fahrt selbst sondern einfach einen Tag vorher an den Zielort gefahren. Das hat die Sache deutlich entspannt, denn es gibt einfach mehr Leute, die am Abend mal eine Stunde erübrigen können, als am frühen Nachmittag. Durch den normalen Schrumpfungsprozess, den der Teilnehmerkreis einer angekündigten Fahrt im Laufe der Zeit erfährt, blieben schließlich sechs Teilnehmer übrig, die wir inklusive ihrer Boote bequem mit den zwei bereitgestellten PKW transportieren können.

Es soll das erste mal, seit dem wir diese Fahrt unternehmen, Ostwind herrschen, uns also mit Stärke drei bis vier von vorne ins Gesicht wehen. Das mag uns etwas bremsen, ist aber natürlich kein Grund, die Aktion abzublasen - ebenso wenig wie der angekündigte Regen. Aus den Erfahrungen im letzten Jahr haben wir diesmal auf die nutzlosen Angelknicklichter verzichtet - aber ich habe zwei deutlich üppiger bemessene Exemplare dabei und Betzi hat ebenfalls eines davon mit. Wir werde sehen, was wir damit für Erfahrungen sammeln.
Einige Minuten vor sieben Uhr sind wir an der Ansteuertonne zur Marina Wentdorf. Ich hatte mir sieben Uhr als Ziel gesetzt, denn einige Minuten danach versinkt die Sonne bereits hinter dem Horizont und hier ist die letzte Möglichkeit, wo noch Bootsverkehr herrschen könnte. Danach kommt nur noch freies Wasser.


Es ist bereits jetzt ziemlich schummrig, denn der Himmel ist dick bewölkt - und es regnet bereits eine ganze Weile. Hier lasse ich sammeln, gruppiere unsere Schar in Zweiergruppen, denn bislang sind wir weiter auseinander gedriftet, als es im Dunkeln gut wäre. Ich aktiviere meine beiden Knicklichter. Das grüne fängt brav an zu leuchten und ich benzele es hinten an meine Schwimmweste. Das rote knicke ich so gründlich ich kann, aber gute zehn Jahre Lagerung sind wohl jenseits des Limits, das solche Dinger klaglos überleben. So fährt die "rote Gruppe" also eher ohne Beleuchtung - Betzis blaues Licht dagegen leuchtet sehr geheimnisvoll!

Anfangs sind noch deutliche Abstände zwischen den Gruppen, je dunkler die Nacht wird, desto enger rücken alle zusammen. Als es nach kurzer Zeit schließlich deutlich dunkel ist, fahren sechs Kajaknasen auf absolut gleicher Höhe im Abstand zweier halber Paddellängen einträchtig nebeneinander durch die Nacht! Wegen des Windes ist das Wasser recht bewegt und meine Hoffnung auf Meeresleuchten wie im letzten Jahr erfüllt sich nicht. Dafür ist es wegen der Bewölkung aber deutlich dunkler und wir haben bald nur noch eine vage Ahnung davon, wie dicht wir am Ufer entlang fahren. Die Laternenreihe vor dem Strand von Kalifornien ist uns erst eine gute Orientierung, aber dahinter geht es eine ganze Weile ins dunkle Nichts, bis die Laternenreihe von Schönberger Strand in Sicht kommt.

An  der gesamten Küste säumen Steinmolen den Strand, die etwa fünfzig Meter hinaus ins Wasser ragen. Sie stürzen uns in ein ziemliches Dilemma, denn einerseits wollen wir nicht allzuweit aufs offene Wasser hinaus, andererseits wollen wir auch nicht auf eine dieser unnachgiebigen Begleiterscheinungen auflaufen. Man erkennt auf dem Bild des letzten Stücks unseres GPS-Tracks, dass wir den Molenköpfen bis auf 25 Meter nahe kommen - ohne sie zu sehen. Aber die Geräusche, die die auf sie rauschenden Wellen machen, lassen uns an jeder wieder ein bisschen nach draußen steuern. Dort, wo der Track einen deutlichen Schnörkel macht, bin ich mit Sven zusammengekommen, um erstmalig auf unser GPS zu schauen. Es versichert uns, dass wir nur noch wenige hundert Meter von unserem Ziel entfernt sind.

Gnädiger Weise hat der Regen aufgehört, als wir uns am dem Rasen am Deich umziehen. Das ist sehr angenehm, denn es ist auch so nicht gerade mollig, eine Weile nackig im Wind zu stehen, bis man trockene Kleidung an hat. Es herrscht heute geradezu Hochbetrieb auf der Promenade: Kurz nachdem wir unsere Kajaks hier auf den Rasen gelegt haben, schiebt ein Pärchen seinen Kinderwagen durch die Nacht. Ein paar Minuten später schlendern zwei Jugendliche vorbei, die bald aus der anderen Richtung wieder zurück kommen. Und dann erscheint ein überdimensionaler Regenschirm, unter dem schließlich ein bekanntes Gesicht hervorkommt: Gerdi lädt uns wieder auf einen Tee zu sich nach Hause ein.

Die Runde bei Inge und Gerdi ist wieder so gemütlich, dass wir beschließen, die Tour im nächsten Jahr auf einen Freitag zu legen. Dann können wir so lange bleiben, wie wir möchten und müssen nicht wieder vorzeitig aufbrechen, weil wir alle am nächsten Tag am Arbeitsplatz erscheinen müssen.

Mittwoch, 4. September 2013

Leuchtturm am Mittwoch

Immer nur die Förde rauf und runter zu rutschen, ist auf Dauer weder erquicklich noch erweitert es den Horizont. Da müssen schon ab und zu ein paar eingestreute Bonbons die Lust am Paddeln immer wieder neu beleben. So haben wir uns verabredet, heute zum roten Leuchtturm zu fahren, der - wer weiß wie lange noch - so verlockend vor der Mündung unseres heimischen Fjords lauert.

Wir können heute bilderbuchmäßig studieren, wie ein grundlegender Wechsel der Wetterlage abläuft: Seit Tagen haben wir erklecklichen Wind aus ziemlich genau westlicher Richtung. Über Mittag schläft er nicht nur vollkommen ein, er kommt auch aus einer um volle 180 Grad gedrehten Richtung, nachdem er allmählich wieder aufwacht. Da der Wind nach dem Einschlafen halt erst allmählich wieder in Fahrt kommt – was ich gut verstehen kann - haben wir nicht ganz die Wellen, die ich mir erhofft hatte. Aber trotzdem hat das Wasser eine andere Stimmung, einen anderen Charakter hier draußen.

Zwar sind ein knappes Dutzend Teilnehmer zusammengekommen, aber wir haben es geschafft, für alle eine Mitfahrgelegenheit und vor allem eine Transportmöglichkeit für die Boote zu organisieren, um zum Strand vor Bülker zu fahren. Von hier aus sind es gute sieben Kilometer zur Lotsenstation, als die der Leuchtturm immer noch genutzt wird. Ich sage meinen Mitpaddlern, dass das Ziel der heutigen Tour von unserem Startplatz aus ziemlich genau in 45 Grad liegt (blaue Linie in der Graphik). Zudem haben wir einen leichten Ostwind, so dass unser Kompasskurs etwas darüber liegen sollte. Um die Navigation etwas leichter zu gestalten, schlage ich vor, dass wir auf der Linie entlangfahren, die die beiden Kabeltonnen bilden. Ich lasse einen GPS-Tracker mitlaufen und kann so unsere Spur genau nachvollziehen, die wir durchs Wasser gezogen haben. Zur besseren Illustration habe ich drei gerade rote Linien gezogen, die den Track der Hintour praktisch komplett verdecken. Lediglich die Spur der Rücktour ist neben der roten Linie zu sehen.
Trotzdem wir anfangs deutlich über 45 Grad steuern, liegt unser Kurs über Grund nur etwas über dreißig Grad. Als wir in die Nähe der ersten Kabeltonne kommen, wird auch deutlich, woher denn eine so starke Abdrift bei dem vergleichsweise lauen Wind rührt: Es herrscht eine unerwartet starke Strömung in westliche Richtung. Durch den Wechsel der Windrichtung drückt halt das Wasser, dass die ganzen letzten Tage aus der Eckernförder Bucht geweht wurde, nun wieder zurück in seine Heimat. Es ist für alle eine Überraschung, dass auf der Ostsee, die keine Tide kennt, dermaßen signifikante Strömungen auftreten können.

Für die weitere Fahrt gebe ich als Losung aus, dass die in der Ferne gerade erkennbare zweite Kabeltonne mit dem Leuchtturm in Deckung bleiben soll. Um das zu erreichen, müssen wir deutlich östlich vorhalten, um Strom und Wind zu kompensieren. Aber mit dem Auftrag, zwei Punkte in Deckung zu halten, ist das kein großes Problem. Ich frage unterwegs alle, die einen Kompass an Bord haben, nach dem Kurs,den sie darauf ablesen. Die meisten nennen etwa 70 Grad, manche sogar 90, aber das Ablesen eines Kompasskurses auf einem so kleinen Boot in einigermaßen bewegter See ist nicht ganz einfach. Auf meinem lese ich im Mittel immerhin etwa 65 Grad ab. Diese Peilung habe ich als grüne Linie ebenfalls in die Graphik eingetragen.

Es ist ganz beachtlich, wenn man bedenkt, dass unser wirklicher Kurs von anfangs 51 und später 46 Grad nur erreicht werden konnte, indem wir mehr als 65 Grad gesteuert haben. Das sind 15 bis 20 Grad Abdrift bei einer Windstärke von lauen drei Beaufort! Neben dem Reiz, einmal eine andere Strecke als an einem gewöhnlichen Mittwoch gefahren zu sein, haben wir heute an praktischem Beispiel ausgesprochen wertvolles über Wetter, Strömung und Abdrift gelernt.

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Montag, 19. August 2013

Schweinswal in der Förde

Beim heutigen Montagspaddeln ging es erst bis zur Höhe des Scheerhafens und dann hinüber in die Heikendorfer Bucht. Dort trainierte Mathias mit uns das gerade Rückwärtspaddeln und das Drehen des Kajaks. Bei zwei gerade noch zu sehenden Steinen übten wir das Ankanten und das Achten fahren. Möglichst enge Bögen wollten wir hinbekommen. Auf dem Rückweg auf der Höhe von Heikendorf - das Wasser war fast spiegelglatt - sahen wir einen Schweinswal schwimmen! Für viele in der Gruppe war es das erste Mal, dass sie einen Schweinswal sahen. Dies war ein gelungener Abschluss einer schönen Paddeltour.

Klaus-Peter

Montag, 27. Mai 2013

Zweiter Paddeltermin für Einsteiger

Beim ersten Einsteigerpaddeltermin hatte der Heilige Servatius noch seine kalten Arme etwas um uns gelegt. Dies war heute anders. Zumindest die Lufttemperaturen waren sehr angenehm, während die Wassertemperaturen noch etwas hinterher hinken. Vier Interessenten kamen das erste Mal zum Paddeln. Wir bildeten zwei Gruppen. Die einen fuhren entlang dem Westufer zur Tirpitzmole, um sich die Gorch Fock anzusehen. Die zweite Gruppe wählte als Ziel die Badeanstalt in Heikendorf. Unterwegs gab es einiges zu sehen. Ein U-Boot, welches sich bei HDW in der Erprobung befindet,


und die Hansekogge unter Segeln liefen in die Förde ein. Es war ein schönes Feierabendpaddeln am Montagabend.

Klaus-Peter

Mittwoch, 15. Mai 2013

Bootstaufe, Gewitter und Frikadellen

Daniel hat zur Konfirmation ein schickes Seekajak geschenkt bekommen. Das soll heute endlich feierlich getauft und  in gebührend in Betrieb genommen werden. Eltern, Großmutter und Vereinskameraden sind aufgelaufen, um diesen wichtigen Tag gemeinsam mit ihm zu begehen. "Tinca tinca" soll das Boot heißen. Das ist der lateinische Name für die Schleie und soll auf die Zähigkeit dieser Tiere anspielen, wohl aber gleichzeitig auch Daniels Glück beim Angeln befördern. Mit reichlich Sekt begossen geht das Schiff auf seine erste richtige Fahrt auf die Förde.

Wir sind eine stattliche Gruppe und da ist es nicht erstaunlich, dass einige weiter paddeln möchten als anderen. So teilen wir uns in zwei Gruppen auf, womit jeder auf seine Kosten kommt. Es ist eigentlich ein schöner, ruhiger Abend aber da braut sich unmerklich Schwarzes über unseren Köpfen zusammen. Als schließlich die ersten noch stummen Blitze zucken, ist es an der Zeit, das Ufer aufzusuchen. Die eine Gruppe, die mittlerweile mit den Klausdorfer Paddlern zusammengestoßen ist, geht am Ölberg an den Strand, die andere zieht sich unter die Gebäude der Seebadeanstalt Heikendorf zurück.

Es dauert eine gerüttelte Weile, bis sich die Lage soweit entspannt hat, dass wir unseren Weg fortsetzen können, und wir bekommen einen gewaltigen Regenguss ab. Die beide Gruppen treffen fast zeitgleich am Heimatsteg ein. Der Abend klingt in gemütlichem Beisammensein im KanÜ aus, wo Daniel leckere Frikaldellen und andere Leckereien aus dem Hut zaubert, die ihm seine Mutter wegen des besonderen Anlasses mitgegeben hat. Einen herzlichen Dank an die Spenderin!

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Mittwoch, 3. April 2013

Anduschen

Es ist Mittwwoch und es ist Anfang April und da sind wir in den vergangenen Jahren immer schon seit Wochen auf dem Wasser gewesen. Aber dieses Jahr ist anders. Erst waren unsere Boote nicht in der Halle, weil anders passierte und dann war das Wetter ganz und gar nicht wie man es von einer Klimaerwärmung erwarten würde. Aber heute ist unsere Geduld zu Ende: Umbau hin oder nicht enden wollender Winter her - wir gehen paddeln! Fünd Nasen haben sich eingefunden, das Mittwochspaddeln in diesem Jahr zu eröffnen.

Das erste Angenehme ist die Tatsache, dass unsere neuen zwar noch kahlen aber schon benutzbaren Umkleideräume eine Heizung haben - und die funktioniert! Was für ein Luxus! Die zweite unerwartete und erfreuliche Überraschung ist die Tatsache, dass bereits Wasser aus den Duschköpfen kommt! Und das krönende I-Tüpfelchen ist schließlich die Tatsache, dass diese Wasser auch noch warm ist! Was will der Paddler mehr?

Wir fahren am Ostufer hoch bis zum Möltenorter Hafen. Es herrscht zwar angenehmer Sonnenschein, aber der kann über die lauen zwei Grad Lufttemperatur nicht hinwegtäuschen und vor allem nicht über den doch noch arg frischen Wind, der uns entgegen bläst. Zum Glück handelt es sich um Nordostwind, der zum einen nicht gegen Abend einschläft und uns zum anderen auf der Rücktour schiebt. Denn wir sind alle noch etwas aus der Übung, so dass ein Tour bis Möltenort beim heutigen Wind die noch imWinterschlaf befindlichen Muskeln anspruchsvoll fordert.

Nach der Rücktour und dem Genuss der neuen Duschen statten wir Slavko bei der Marinekameradschaft einen Besuch ab. Wir waren lange nicht mehr da und beide Seiten freuen sich über das Wiedersehen in freundschaftlicher Atmosphäre.


Montag, 11. März 2013

Mit Kind und Kegel durch Dänemark

Heute ist der letzte Themenabend für diesen Winter. Eigentlich sollte der Winter dann vorbei sein, aber wenn man nach draußen schaut, sieht es ganz und gar nicht nach Frühling aus! Aber das soll uns heute Abend nicht sorgen. Wir hören und sehen, was uns Jürgen von seiner Kanu-Tour im vergangenen Sommer zu zeigen und zu erzählen hat. Und das ist eine ganze Menge und jede Minute wert!

Es fing schon damit an, dass seine geplant sechswöchige Reise mit seinem Sohn Lej im offenen Segelkanadier fünf Minuten zu spät begann. Das Boot musste nämlich noch aus der Schwentine von Jens' Werkstatt abgeholt werden, und justamong, als sie zwischen hier und Schweden nur noch offenes Wasser zu liegen glaubten, sperrten die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr die Schwentine wegen eines Großbrandes vom Rest der Welt. So war neben ein paar verschenkten Stunden der erste und kräftigste Sonnenbrand der Fahrt fällig.

Es sollte nicht die einzige skurrile Begebenheit bleiben. So musste der große Seebär in Schleimünde, nachdem der kleine Seemann voller Stolz einen toten Schwan aus dem Schilf gebuddelt hatte, endlos nach dem fehlenden Kopf graben, denn darauf hatte Lej es ganz besonders abgesehen. Allein - der Kopf blieb unauffindbar! Aber die Suche hatte das Kind wenigstens eine ganze Weile beschäftigt. Dies war wohl eines der Hauptprobleme während der anspruchsvollen Fahrt: Wie schaffe ich es, einen wissbegierigen Sechsjährigen jeden Tag aufs Neue zu beschäftigen - und das möglichst, ohne dass der Vater dafür allzu sehr eingespannt wird.

Als weiteres Problem stellte sich des öfteren die Frage, wie man ein fünfeinhalb Meter langes und wohl hundert Kilo schweres Kanu von und zum Wasser bewegen soll, wenn man nur ein kleines Kind und einen Erwachsenen mit lädierter Schulter zur Verfügung hat. Wie bei allen nicht planbaren Unternehmungen bestätigte sich auch hier das immer wieder beobachtete Phänomen: "Das findet sich!". Dabei spielte die unerwartete und für Jürgen manchmal schon erschlagende Freundlichkeit der Dänen eine große Rolle. Sie beschränkte sich aber nicht nur auf ein Hand-Anlegen beim Wuppen des Potemkischen Bootes, sondern manifestierte sich auch ein ums andere Mal in Speiseeisorgien für den Kleinen und kompletten Mahlzeiten für den Kleinen und den Großen.

Vom Wetter her hätte man sich gar keinen katastrophaleren Sommer aussuchen können. Bis auf den Tag mit dem Sonnenbrand in der Schwentine, gab es sonst eigentlich keine Zeiten ungehemmter Hitzeentwicklung. Ungehemmt war allein der Wind. Er blies bevorzugt aus Richtungen, die man in unserer Gegend zwar nur selten findet, in der aber genau das Zielgebiet der Reise lag. Ständig rollten Regenfronten über Vater und Sohn hinweg und der heilige Geist ließ eine Gewitterzelle nach der anderen am Himmel aufziehen. So war die Lenzpumpe wohl einer der meisten gebrauchten Ausrüstungsgegenstände. Das am meisten getragene Kleidungsstück war für beide der Trockenanzug. Zum Glück hatte Jürgen für seinen Vorschoter einen Passenden besorgt - ich wusste gar nicht, dass es so kleine Exemplare überhaupt gibt.

Es war ein langer aber ausgesprochen kurzweiliger Vortrag. Ich habe selten bei einem Bildervortrag so viel gelacht und denke, dass sich die Bedeutung dieser Reise für Vater und Sohn erst in vielen Jahren in ihrer ganzen Tiefe erweisen wird.

Sonntag, 28. Oktober 2012

Bunte Blätterfahrt


In der Nacht zum heutigen Sonntag war Ende der Sommerzeit, so dass man ganz entspannt ausschlafen konnte. Zu Viert haben wir uns auf den Weg in die Schwentine gemacht, um dort die Herbststimmung der bunten Blätter zu genießen. Unterwegs trafen wir ein Drachenboot des ETV und Kanuten des TUS Gaarden und des TSV Klausdorf. Wir fuhren bis zur Oppendorfer Mühle und genossen die Ruhe und die Sonne. Es war einfach herrlich.

Klaus-Peter

Mittwoch, 24. Oktober 2012

Früher Sonnenuntergang

Heute war der letzte offizielle Mittwochspaddeltermin vor der Zeitumstellung. Er war nur ca. 1 Stunden Zeit um sich auf Förde zu bewegen, aber dennoch hatten fünf Personen Lust zum Paddeln. Der Abend war mild und es war wenig Schiffsverkehr auf der Förde. Bei Mönkeberg war der Steg für die Fördeschiffe abgebaut und es lag dort ein Ponton eines Unternehmens aus Kappeln. Auf der Höhe von Kitzeberg mussten wir umdrehen um rechtzeitig zum Sonnenuntergang zurück zu sein. Nach dem Aufklaren der Boote und dem Duschen gab es heute bei Mirko den ersten Grünkohl der Wintersaison zu essen!

Klaus-Peter

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Die 12. Fischbrötchentour

Am 03. Oktober fand sich eine kleine Schar wackerer Kanuten zur ersten Verbandsfahrt in der neuen Kajaksaison – der 12. Fischbrötchentour auf der Kieler Förde – vor unserem Vereinshaus ein. Schnell die Boote zu Wasser gelassen und auf ging es zur Schwentinemündung, wo wir dann auf die anderen Paddler des TSV Klausdorf, KG Segeberg, ETV und vom TuS Gaarden warteten. Kaum dort angekommen, kam auch schon ein ganzer Schwung die Bootsgase herunter. So waren wir also schon eine kleine Armada, als wir dann gegen halb 12:00 aufbrachen. Bei Windstärke vier bis knapp fünf ließen wir uns von dem kräftigen Süd-Westwind in Richtung Fischbrötchen tragen.


Die Fischbrötchenproduktion in Möltenort musste kurzfristig auf Hochtouren laufen, um alle hungrigen Paddler satt zu bekommen. Danach ging es gleich in das Büro von Olaf vom TSV-Klausdorf, welches er kurzerhand am Strand aufgeschlagen hatte. Dort gab es dann den heißersehnten Stempel.

Gut gestärkt und mit einem neuen Stempel im Fahrtenbuch ging es gegen Wind und Wellen zurück in Richtung Schwentine. Der für nachmittags angekündigte Regen verschonte uns auch auf der Rücktour, solange bis die Kajak im Bootshaus waren.

Das war bisher eine meiner von Wind- und Wellenverhältnissen anspruchsvollsten Touren und ich hatte meinen Spaß dabei und denke, dass es allen anderen auch so gegangen ist.

Olav

Mittwoch, 26. September 2012

Dämmerfahrt

Den ganzen Morgen lang schifft es wie aus Kübeln, dafür regnet es am Nachmmittag Bindfäden. Wenn das so weitergeht, werde ich am Abend nicht viel Gesellschaft haben bei meiner geplanten Fahrt in die Dunkelheit und nach Schönberg hinein. Immerhin brauche ich keinen Scheibenwischer mehr, als ich zum Klub fahre - das ist doch schon mal was!

Die zwölf Anmeldungen haben sich verständlicher Weise etwas ausgedünnt, aber einige Unentwegte sind doch aufgelaufen und wild entschlossen. Einige nicht so wild entschlossene drehen noch ein paar unschlüssige Runden durch die Bootshalle und schließlich verbleiben sieben wackere Zwerge, die hinter die sieben Berge paddeln wollen. Ich packe mich warm ein und aktiviere das erste Mal wieder meinen Long-John, der den ganzen Sommer untätig herum lag, ziehe meine Winterpaddeljacke an und stülpe mir die Neofäustlinge über.

Alles unnötig! Zwar ist der Himmel noch überwiegend bewölkt, als wir ablegen, aber es ist erstaunlich lau und spätestens auf Höhe des Kanals ist die Wolkendecke so ausgedünnt, dass man blaue Flecken Himmel hindurch schimmern sehen kann. Bei der Glockentonne angekommen ist klar, dass ich für die Verhältnisse volkommen overdressed bin! Während wir weiterpaddeln, versinkt hinter uns die Sonne glutrot am Horizont!

Es herrscht ein leichter Südwind, der uns freundlich schiebt. Das macht sich sehr deutlich in unserer Geschwindigkeit bemerkbar. Ich habe hohen Respekt vor Jens, der mit seiner Rennschnecke, einem weitgehend selbstgeschneiderten Pouch-Einer-Faltboot, das hohe Tempo mithält.

Zu Beginn der Tour haben wir an jedes Heck ein Knicklicht geklebt, damit man die Boote auch im Dunkeln noch erkennen kann. Nachdem es deutlich dunkel ist, sieht man auch manche dieser Lichter - einige waren aber wohl allzu deutlich über ihr Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Mein Angst, dass die Lichter zu grell sein könnten und uns blenden, erweist sich als vollkommen unbegründet. Außerdem wird es überhaupt nicht wirklich dunkel. Zum einen liegt das an der mittlerweile fast aufgelösten Wolkendecke, dem Mond der die faden Schleier beleuchtet und den modernen Straßenlaternen mit denen das Ufer mittlerweile fast durchgängig ausgestattet ist! Trotzdem ist es dunkel genug, dass wir ein besonderes Schauspiel beobachten können: Unvermittelt gellt ein Schrei durch die Nacht: "Meeresleuchten!" Betzi hat es als erste entdeckt: Die Wirbel, die bei jedem Paddelzug im Wasser zurückbleiben, leuchten weißlich auf. Dieser Effekt ist genau so plötzlich vorüber, wie er aufgetreten ist - offensichtlich waren nur in einem ganz kleinen Gebiet die Bedingungen gegeben, die das Meer leuchten lassen.


An der zwölften Laterne der zweiten Leuchtenbatterie steuern wir den Strand an und gelangen genau dort an Land, wo die Straße zu unseren vorher abgestellten Fahrzeugen geht. Das nenne ich eine Super-Vorbereitung! Während wir unsere Boote klarieren, gesellt sich Gerdi zu uns. Da wir eine so überschaubare Anzahl sind, lädt er uns noch auf einen Tee zu sich nach Hause ein. Hier kommt der Kuchen, den Eike uns gebacken hat, zu voller Wirkung. Zusammen mit dem Tee, den Inge uns kocht, genießen wir den Abend in gemütlicher Runde. Wer hätte am Morgen im Regen gedacht, dass der Tag so lau und schön enden würde!

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Mittwoch, 19. September 2012

Mittwoch, 19. September

Das Wetter heute ist schon deutlich herbstlich - es ist frisch und ein lebhafter Wind weht. Aber trotzdem haben sich erfreulich viele von unseren neuen Mitpaddlern eingefunden, um aufs Wasser zu gehen. Der Wind kommt ziemlich südlich und so geht die Tour zunächst recht flott Richtung Möltenort und darüber hinaus. Leider ist schon um halb acht Sonnenuntergang und wir können nicht so weit fahren, wie wir vielleicht wollten. Aber nach einer Stunde - oder um 18 Uhr sind wir fast an der Tonne 10 nördlich des Zeltplatzes Korügen. Ich lasse bereits ein paar Meter vor der Tonne wenden, denn so schnell wie wir hierher gekommen sind, wird die Rücktour nicht werden. Aber eine Stunde Hinfahrt - da sollten anderthalb Stunden für die Rückfahrt gut ausreichen.

Wir sind heute fast genau die gleiche Strecke gefahren, wie ich vor vier Tagen alleine. Da bin ich in derselben Zeit nur 400 Meter weiter gekommen - bis zur Munitionspier. Und es herrschen heute praktisch genau diegleichen Windverhältnisse, wie bei meiner Solotour. Eine gute vier, deren Spitzen in die fünf hineinreichen.

Wie man aus den übereinander gelegten Geschwindigkeitsgraphen sieht, waren wir heute mit der Gruppe auf der Hinfahrt anfangs nahezu genauso schnell, lediglich gegen Ende verläuft die grüne Trendkurve doch deutlich unter der blauen.

Bei der Rücktour zeigt sich dann doch ein deutlicher Unterschied. Während ich auch gegen den Wind fast mit derselben Geschwindigkeit unterwegs war, hat sich das Tempo der Gruppe heute auf vier und fünf Stundenkilometern reduziert. So bin ich damals über eine halbe Stunde früher zurück gewesen (und konnte mich länger ausruhen ;-) ) während wir heute tatsächlich die Zeit bis zum Sonnenuntergang benötigten.

Zwischen den Kurven liegt eine Menge Erfahrung und "Vorsprung durch Technik" - aber die Tour heute war anspruchsvoll - und ich habe so eine Tour ein knappes Jahr nach meinem Anfang noch nicht hinbekommen!

Hier sind noch ein paar weitere Bilder.

Mittwoch, 29. August 2012

Baden am Mittwoch

Es liegt in der Luft: Der Sommer will sich verabschieden. Da wollen wir die sich noch bietenden Gelegenheiten umso bewusster nutzen: Nachdem ich am Montag kräftig Werbung dafür gemacht habe, dass man auch mittwochs veritabel paddeln kann, sind erstaunlich viele "Montag-linge" meinem Aufruf gefolgt und wollen es wagen, einmal weiter zu paddeln als nur bis zum Heikendorfer Strand.

Wir einigen uns auf das seichte Wasser hinter dem grünen Leuchtturm, wo wir etwas im noch warmen Wasser plantschen wollen. So manch einer ist noch nicht recht überzeugt, dass er den in schier unerreichbarer Ferne lauernden Leuchtturm überhaupt erreichen, geschweige denn den Rückweg überleben wird. Aber allen Widrigkeiten wie eingeschlafenen Beinen und querenden Seglern zum Trotz erreichen wir alle gut gelaunt die Bucht hinter dem Friedrichsorter Leuchtturm.


Hier stehen Gleichgewichtsübungen auf dem Programm. Das Wasser ist seicht und warm, so dass man sich bedenkenlos auch an Schwierigeres wagen kann. "Üben übt" - diese tiefe Lebensweisheit, mit der Jörg so gerne hinter dem Busch hervorkommt - bestätigt sich auch hier wieder. "Rolle-Können" gibt es eigentlich nicht - "Rolle? Konnte ich früher!" ist eher die richtige Formulierung und man muss immer mal wieder überprüfen, ob das auch heute noch gilt. Oder man probiert die Rolle das erste Mal! Einige der Neulinge lassen sich die günstige Gelegenheit nicht entgehen und tasten sich langsam aber entschlossen an diese Selbstrettungsmethode heran. Ich freue mich auf die strahlenden Gesichter, wenn sie das erste Mal wieder selbständig aus dem Wasser auftauchen!

Montag, 18. Juni 2012

Tanz auf den Wellen

 Eine Woche zuvor hatten wir fast gar keinen Wind, und heute pustete es dafür um so mehr. Hinzu kamen noch kräftige Böen. Anstatt der traditionellen Sightseeingtour in die Hörn wurde zuerst in Stegnähe bei den heutigen Windverhältnissen geübt. Fahren gegen und mit dem Wind und parallel zum Wind und das Meistern der Böen. Dies klappte ganz gut, so dass wir am Ende doch noch eine kleine Spritztour zumindest bis zum Anleger Seegarten unternommen haben.

Klaus-Peter

Sonntag, 22. April 2012

Anpaddeln

Auch wenn die Temperaturen noch nicht so verlockend frühlingshaft sind, lassen sich unsere Paddler nicht die Freude am alljährlichen Anpaddeln nehmen. Mit der üblichen Meute geht es bei herrlichem Sonnenschein in die Schwentine hinein, vorbei an den ersten Sumpfdotterblumen, den aufgetauten Schildkröten, um die Insel herum, um dann den Lohn dafür beim TuS Garden in Form von Kaffee und Kuchen einzufahren.

Das Gelände ist enger geworden, seit die Stadt es für notwendig erachtet hat, mit einem hohen Zaun dafür zu sorgen, dass Natur und Paddler streng getrennt bleiben. Aber Miteinander bedingt manchmal Enge - schadet dem Wesen dieser Begegnung aber nicht im Mindesten.

Kaum sind wir wieder auf dem Wasser, um rechtzeitig zu unserem Termin auf heimischem Gelände zu erscheinen, setzt es dicke Regentropfen aus den mittlerweile dunkel angelaufenen Wolken. Aber im Boot ist das kein Problem, schließlich betreiben wir Wassersport.

Heute ist Bootstaufe angesagt - mit hohem Besuch! Der stellvertretende Stadtpräsident, Herr Tschorn, der auch für die CDU im Sportausschuss sitzt, erweist uns die Ehre. Er hat schließlich im vergangenen Jahr mit entschieden, dass unser Verein einen warmen Regen aus der Stadtkasse erhält, um sich damit zwei dringend benötigte Boote kaufen zu können. Wir haben uns revanchiert mit einer Einladung zur Taufe der Boote - und mit nicht ganz so warmem Regen aus dicken schwarzen Wolken, die versuchen, uns die Veranstaltung zu verhageln. Aber unsere Wanderwartin spricht einige wärmende Worte und trotzt mit zünftig knallrotem Südwester souverän den Elementen.





Wie für einen April nicht anders zu erwarten, herrscht nach einigen Minuten wieder strahlend wärmender Sonnenschein! Wem immer noch frisch ist, kann sich am Grill und an Ulfs legendärem heißen KVK-Kakao wärmen!

Samstag, 17. März 2012

Der Adler hat den Horst verlassen


War es zuerst noch ziemlich grau, so wurde es heute Mittag richtig sonnig. So war es nicht verwunderlich, dass Kanuten von mehreren Vereinen auf dem Wasser sich tummelten. Beim U-Boot-Ehrenmal in Möltenort bot sich uns ein ungewohnter Anblick. Der sechs Tonnen schwere Adler mit fünf Meter Spannweite war von sein Sockel entfernt worden. Im Marinearsenal soll die tragende Stahlkonstruktion des Adlers verstärkt werden. In sechs Wochen soll er wieder auf seinen Horst zurückkehren.

Klaus-Peter

Samstag, 7. Januar 2012

Neujahrspaddeln

Der TSV Klausdorf veranstaltet heute seine "Neujahrs"tour. Das Wetter ist einigermaßen - nicht mehr so trübe wie noch vor einer Woche. Es hat sich eine stolze Truppe am Vereinsheim eingefunden. Sogar Thomas vom Nachbarverein kommt heute mit. Da sich mein Default-Boot noch in der Rekonvaliszenz befindet, fahre ich meinen bewährten "Stummel".

Am Schwell in Neumühlen wird schnell klar, dass viel Wasser aus der Schwentine drückt. "Dann muss auch viel drin sein", denke ich mir. Es ist an den Ufern schon zu sehen, dass sonst trockene Bereiche heute unter Wasser stehen, aber hier im Unterlauf macht sich die Strömung noch nicht dramatisch bemerkbar. Während ich noch auf einige Nachzügler warte, fahren Jörg und Peter ihr normales Arbeitstempo. Irgendwann kann ich aber auch nicht mehr an mich halten und haue rein. Ich habe keine großen Hoffnungen, die beiden noch zu erreichen, denn eigentlich haben sie einen viel zu großen Vorsprung. Mit zunehmender Strecke nimmt auch die Strömung deutlich zu und meine Geschwindigkeit immer mehr ab, obwohl ich wirklich arbeite. Als ich an der Klausdorfer Insel ankomme, sehe ich am Ende des hier recht geraden Flusslaufes Peter und Jörg, die fast auf der Stelle stehen. Sollten die Strömung sie so sehr gebremst haben? Zentimeter für Zentimeter arbeite ich mich zu ihnen heran, und erfahre, dass sie ein ganzes Weilchen auf mich gewartet haben.

Dort wo die Schwentine unter normalen Umständen durch große Steine verblockt ist, muss man sehr mit Bedacht fahren. Von den Steinen ist nicht das geringste zu sehen, aber die Strömung ist so stark, dass man unheimlich aufpassen muss, seinen Bug nicht zu weit ausscheren zu lassen, weil es einen sonst komplett herumreißt und man sich an der anderen Flussseite wiederfindet. Irgendwo ragt ein beindicker Ast schräge aus dem Wasser. Ihn zu umfahren, würde bedeuten, mitten in den Hauptstrom zu geraten. Also versucht Peter direkt vor mir unter ihm hindurch zu kommen. Er schafft es auch ganz knapp, fährt aber recht weit in der starken Strömung, wo der Ast eine bequeme Durchfahrtshöhe bietet. Ich bin schlauer und gelenkiger und halte mich weiter aus der Strömung heraus. Dafür muss ich mich tiefer ducken, aber nicht so arg gegen die Strömung kämpfen. Leider habe ich nicht recht bedacht, dass die Durchfahrtshöhe rechts neben mir praktisch null ist und ich daher mit dem Paddel am Ast hängen bleibe. Klassische Situation zum Kentern! Aber ich will nicht kentern und drücke mich mit dem Hinterkopf entschlossen vom Ast ab, bis ich mein Paddel wieder bestimmungsgemäß einsetzen kann. Die restlichen paar hundert Meter bis zur Oppendorfer Mühle fahren wir etwa mit zwei Stundenkilometern, wie Peters GPS-fähiges Handy uns später verrät. Aber das ist für die Umstände nicht übel, denn als ich unter der Brücke hindurchpaddle, wo ich noch nie hindurchgekommen bin, ohne mir mein Paddel an den Steinen zu stoßen, muss ich feststellen, dass man heute die Steine mit seinem Paddel kaum erreicht!




Zurück geht schneller! Am Klausdorfer Vereins, dessen Steg heute komplett unter Wasser liegt ist eine Pause unterm Grillpilz fällig. In fröhlicher Runde werden Würstchen und anderes Grillgut vertilgt und die Seele mit heißen Getränken aufgetaut.

(... alle Bilder hier)