Klaus-Peter
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Sonntag, 13. Oktober 2013
Bunte Herbstfahrt
Klaus-Peter
Mittwoch, 25. September 2013
Dämmerfahrt 2013
Es soll das erste mal, seit dem wir diese Fahrt unternehmen, Ostwind herrschen, uns also mit Stärke drei bis vier von vorne ins Gesicht wehen. Das mag uns etwas bremsen, ist aber natürlich kein Grund, die Aktion abzublasen - ebenso wenig wie der angekündigte Regen. Aus den Erfahrungen im letzten Jahr haben wir diesmal auf die nutzlosen Angelknicklichter verzichtet - aber ich habe zwei deutlich üppiger bemessene Exemplare dabei und Betzi hat ebenfalls eines davon mit. Wir werde sehen, was wir damit für Erfahrungen sammeln.
Es ist bereits jetzt ziemlich schummrig, denn der Himmel ist dick bewölkt - und es regnet bereits eine ganze Weile. Hier lasse ich sammeln, gruppiere unsere Schar in Zweiergruppen, denn bislang sind wir weiter auseinander gedriftet, als es im Dunkeln gut wäre. Ich aktiviere meine beiden Knicklichter. Das grüne fängt brav an zu leuchten und ich benzele es hinten an meine Schwimmweste. Das rote knicke ich so gründlich ich kann, aber gute zehn Jahre Lagerung sind wohl jenseits des Limits, das solche Dinger klaglos überleben. So fährt die "rote Gruppe" also eher ohne Beleuchtung - Betzis blaues Licht dagegen leuchtet sehr geheimnisvoll!
Gnädiger Weise hat der Regen aufgehört, als wir uns am dem Rasen am Deich umziehen. Das ist sehr angenehm, denn es ist auch so nicht gerade mollig, eine Weile nackig im Wind zu stehen, bis man trockene Kleidung an hat. Es herrscht heute geradezu Hochbetrieb auf der Promenade: Kurz nachdem wir unsere Kajaks hier auf den Rasen gelegt haben, schiebt ein Pärchen seinen Kinderwagen durch die Nacht. Ein paar Minuten später schlendern zwei Jugendliche vorbei, die bald aus der anderen Richtung wieder zurück kommen. Und dann erscheint ein überdimensionaler Regenschirm, unter dem schließlich ein bekanntes Gesicht hervorkommt: Gerdi lädt uns wieder auf einen Tee zu sich nach Hause ein.Die Runde bei Inge und Gerdi ist wieder so gemütlich, dass wir beschließen, die Tour im nächsten Jahr auf einen Freitag zu legen. Dann können wir so lange bleiben, wie wir möchten und müssen nicht wieder vorzeitig aufbrechen, weil wir alle am nächsten Tag am Arbeitsplatz erscheinen müssen.
Mittwoch, 4. September 2013
Leuchtturm am Mittwoch
Zwar sind ein knappes Dutzend Teilnehmer zusammengekommen, aber wir haben es geschafft, für alle eine Mitfahrgelegenheit und vor allem eine Transportmöglichkeit für die Boote zu organisieren, um zum Strand vor Bülker zu fahren. Von hier aus sind es gute sieben Kilometer zur Lotsenstation, als die der Leuchtturm immer noch genutzt wird. Ich sage meinen Mitpaddlern, dass das Ziel der heutigen Tour von unserem Startplatz aus ziemlich genau in 45 Grad liegt (blaue Linie in der Graphik). Zudem haben wir einen leichten Ostwind, so dass unser Kompasskurs etwas darüber liegen sollte. Um die Navigation etwas leichter zu gestalten, schlage ich vor, dass wir auf der Linie entlangfahren, die die beiden Kabeltonnen bilden. Ich lasse einen GPS-Tracker mitlaufen und kann so unsere Spur genau nachvollziehen, die wir durchs Wasser gezogen haben. Zur besseren Illustration habe ich drei gerade rote Linien gezogen, die den Track der Hintour praktisch komplett verdecken. Lediglich die Spur der Rücktour ist neben der roten Linie zu sehen.
Für die weitere Fahrt gebe ich als Losung aus, dass die in der Ferne gerade erkennbare zweite Kabeltonne mit dem Leuchtturm in Deckung bleiben soll. Um das zu erreichen, müssen wir deutlich östlich vorhalten, um Strom und Wind zu kompensieren. Aber mit dem Auftrag, zwei Punkte in Deckung zu halten, ist das kein großes Problem. Ich frage unterwegs alle, die einen Kompass an Bord haben, nach dem Kurs,den sie darauf ablesen. Die meisten nennen etwa 70 Grad, manche sogar 90, aber das Ablesen eines Kompasskurses auf einem so kleinen Boot in einigermaßen bewegter See ist nicht ganz einfach. Auf meinem lese ich im Mittel immerhin etwa 65 Grad ab. Diese Peilung habe ich als grüne Linie ebenfalls in die Graphik eingetragen.
Es ist ganz beachtlich, wenn man bedenkt, dass unser wirklicher Kurs von anfangs 51 und später 46 Grad nur erreicht werden konnte, indem wir mehr als 65 Grad gesteuert haben. Das sind 15 bis 20 Grad Abdrift bei einer Windstärke von lauen drei Beaufort! Neben dem Reiz, einmal eine andere Strecke als an einem gewöhnlichen Mittwoch gefahren zu sein, haben wir heute an praktischem Beispiel ausgesprochen wertvolles über Wetter, Strömung und Abdrift gelernt.
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Montag, 19. August 2013
Schweinswal in der Förde
Beim heutigen Montagspaddeln ging es erst bis zur Höhe des Scheerhafens
und dann hinüber in die Heikendorfer Bucht. Dort trainierte Mathias mit
uns das gerade Rückwärtspaddeln und das Drehen des Kajaks. Bei zwei
gerade noch zu sehenden Steinen übten wir das Ankanten und das Achten
fahren. Möglichst enge Bögen wollten wir hinbekommen. Auf dem Rückweg
auf der Höhe von Heikendorf - das Wasser war fast spiegelglatt - sahen
wir einen Schweinswal schwimmen! Für viele in der Gruppe war es das
erste Mal, dass sie einen Schweinswal sahen. Dies war ein gelungener
Abschluss einer schönen Paddeltour.
Klaus-Peter
Klaus-Peter
Montag, 27. Mai 2013
Zweiter Paddeltermin für Einsteiger
und die Hansekogge unter Segeln liefen in die Förde ein. Es war ein schönes Feierabendpaddeln am Montagabend.
Klaus-Peter
Mittwoch, 15. Mai 2013
Bootstaufe, Gewitter und Frikadellen
Daniel hat zur Konfirmation ein schickes Seekajak geschenkt bekommen. Das soll heute endlich feierlich getauft und in gebührend in Betrieb genommen werden. Eltern, Großmutter und Vereinskameraden sind aufgelaufen, um diesen wichtigen Tag gemeinsam mit ihm zu begehen. "Tinca tinca" soll das Boot heißen. Das ist der lateinische Name für die Schleie und soll auf die Zähigkeit dieser Tiere anspielen, wohl aber gleichzeitig auch Daniels Glück beim Angeln befördern. Mit reichlich Sekt begossen geht das Schiff auf seine erste richtige Fahrt auf die Förde.
Wir sind eine stattliche Gruppe und da ist es nicht erstaunlich, dass einige weiter paddeln möchten als anderen. So teilen wir uns in zwei Gruppen auf, womit jeder auf seine Kosten kommt. Es ist eigentlich ein schöner, ruhiger Abend aber da braut sich unmerklich Schwarzes über unseren Köpfen zusammen. Als schließlich die ersten noch stummen Blitze zucken, ist es an der Zeit, das Ufer aufzusuchen. Die eine Gruppe, die mittlerweile mit den Klausdorfer Paddlern zusammengestoßen ist, geht am Ölberg an den Strand, die andere zieht sich unter die Gebäude der Seebadeanstalt Heikendorf zurück.
Es dauert eine gerüttelte Weile, bis sich die Lage soweit entspannt hat, dass wir unseren Weg fortsetzen können, und wir bekommen einen gewaltigen Regenguss ab. Die beide Gruppen treffen fast zeitgleich am Heimatsteg ein. Der Abend klingt in gemütlichem Beisammensein im KanÜ aus, wo Daniel leckere Frikaldellen und andere Leckereien aus dem Hut zaubert, die ihm seine Mutter wegen des besonderen Anlasses mitgegeben hat. Einen herzlichen Dank an die Spenderin!
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Wir sind eine stattliche Gruppe und da ist es nicht erstaunlich, dass einige weiter paddeln möchten als anderen. So teilen wir uns in zwei Gruppen auf, womit jeder auf seine Kosten kommt. Es ist eigentlich ein schöner, ruhiger Abend aber da braut sich unmerklich Schwarzes über unseren Köpfen zusammen. Als schließlich die ersten noch stummen Blitze zucken, ist es an der Zeit, das Ufer aufzusuchen. Die eine Gruppe, die mittlerweile mit den Klausdorfer Paddlern zusammengestoßen ist, geht am Ölberg an den Strand, die andere zieht sich unter die Gebäude der Seebadeanstalt Heikendorf zurück.
Es dauert eine gerüttelte Weile, bis sich die Lage soweit entspannt hat, dass wir unseren Weg fortsetzen können, und wir bekommen einen gewaltigen Regenguss ab. Die beide Gruppen treffen fast zeitgleich am Heimatsteg ein. Der Abend klingt in gemütlichem Beisammensein im KanÜ aus, wo Daniel leckere Frikaldellen und andere Leckereien aus dem Hut zaubert, die ihm seine Mutter wegen des besonderen Anlasses mitgegeben hat. Einen herzlichen Dank an die Spenderin!Mehr Bilder hier.
Mittwoch, 3. April 2013
Anduschen
Das erste Angenehme ist die Tatsache, dass unsere neuen zwar noch kahlen aber schon benutzbaren Umkleideräume eine Heizung haben - und die funktioniert! Was für ein Luxus! Die zweite unerwartete und erfreuliche Überraschung ist die Tatsache, dass bereits Wasser aus den Duschköpfen kommt! Und das krönende I-Tüpfelchen ist schließlich die Tatsache, dass diese Wasser auch noch warm ist! Was will der Paddler mehr?
Nach der Rücktour und dem Genuss der neuen Duschen statten wir Slavko bei der Marinekameradschaft einen Besuch ab. Wir waren lange nicht mehr da und beide Seiten freuen sich über das Wiedersehen in freundschaftlicher Atmosphäre.
Montag, 11. März 2013
Mit Kind und Kegel durch Dänemark
Es fing schon damit an, dass seine geplant sechswöchige Reise mit seinem Sohn Lej im offenen Segelkanadier fünf Minuten zu spät begann. Das Boot musste nämlich noch aus der Schwentine von Jens' Werkstatt abgeholt werden, und justamong, als sie zwischen hier und Schweden nur noch offenes Wasser zu liegen glaubten, sperrten die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr die Schwentine wegen eines Großbrandes vom Rest der Welt. So war neben ein paar verschenkten Stunden der erste und kräftigste Sonnenbrand der Fahrt fällig.
Es sollte nicht die einzige skurrile Begebenheit bleiben. So musste der große Seebär in Schleimünde, nachdem der kleine Seemann voller Stolz einen toten Schwan aus dem Schilf gebuddelt hatte, endlos nach dem fehlenden Kopf graben, denn darauf hatte Lej es ganz besonders abgesehen. Allein - der Kopf blieb unauffindbar! Aber die Suche hatte das Kind wenigstens eine ganze Weile beschäftigt. Dies war wohl eines der Hauptprobleme während der anspruchsvollen Fahrt: Wie schaffe ich es, einen wissbegierigen Sechsjährigen jeden Tag aufs Neue zu beschäftigen - und das möglichst, ohne dass der Vater dafür allzu sehr eingespannt wird.
Vom Wetter her hätte man sich gar keinen katastrophaleren Sommer aussuchen können. Bis auf den Tag mit dem Sonnenbrand in der Schwentine, gab es sonst eigentlich keine Zeiten ungehemmter Hitzeentwicklung. Ungehemmt war allein der Wind. Er blies bevorzugt aus Richtungen, die man in unserer Gegend zwar nur selten findet, in der aber genau das Zielgebiet der Reise lag. Ständig rollten Regenfronten über Vater und Sohn hinweg und der heilige Geist ließ eine Gewitterzelle nach der anderen am Himmel aufziehen. So war die Lenzpumpe wohl einer der meisten gebrauchten Ausrüstungsgegenstände. Das am meisten getragene Kleidungsstück war für beide der Trockenanzug. Zum Glück hatte Jürgen für seinen Vorschoter einen Passenden besorgt - ich wusste gar nicht, dass es so kleine Exemplare überhaupt gibt.
Es war ein langer aber ausgesprochen kurzweiliger Vortrag. Ich habe selten bei einem Bildervortrag so viel gelacht und denke, dass sich die Bedeutung dieser Reise für Vater und Sohn erst in vielen Jahren in ihrer ganzen Tiefe erweisen wird.
Sonntag, 28. Oktober 2012
Bunte Blätterfahrt
Klaus-Peter
Mittwoch, 24. Oktober 2012
Früher Sonnenuntergang
Heute war der letzte offizielle Mittwochspaddeltermin vor der Zeitumstellung. Er war nur ca. 1 Stunden Zeit um sich auf Förde zu bewegen, aber dennoch hatten fünf Personen Lust zum Paddeln. Der Abend war mild und es war wenig Schiffsverkehr auf der Förde. Bei Mönkeberg war der Steg für die Fördeschiffe abgebaut und es lag dort ein Ponton eines Unternehmens aus Kappeln. Auf der Höhe von Kitzeberg mussten wir umdrehen um rechtzeitig zum Sonnenuntergang zurück zu sein. Nach dem Aufklaren der Boote und dem Duschen gab es heute bei Mirko den ersten Grünkohl der Wintersaison zu essen!
Klaus-Peter
Klaus-Peter
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Die 12. Fischbrötchentour
Die Fischbrötchenproduktion in Möltenort musste kurzfristig auf Hochtouren laufen, um alle hungrigen Paddler satt zu bekommen. Danach ging es gleich in das Büro von Olaf vom TSV-Klausdorf, welches er kurzerhand am Strand aufgeschlagen hatte. Dort gab es dann den heißersehnten Stempel.
Gut gestärkt und mit einem neuen Stempel im Fahrtenbuch ging es gegen Wind und Wellen zurück in Richtung Schwentine. Der für nachmittags angekündigte Regen verschonte uns auch auf der Rücktour, solange bis die Kajak im Bootshaus waren.
Das war bisher eine meiner von Wind- und Wellenverhältnissen anspruchsvollsten Touren und ich hatte meinen Spaß dabei und denke,
dass es allen anderen auch so gegangen ist.
Mittwoch, 26. September 2012
Dämmerfahrt
Den ganzen Morgen lang schifft es wie aus Kübeln, dafür regnet es am Nachmmittag Bindfäden. Wenn das so weitergeht, werde ich am Abend nicht viel Gesellschaft haben bei meiner geplanten Fahrt in die Dunkelheit und nach Schönberg hinein. Immerhin brauche ich keinen Scheibenwischer mehr, als ich zum Klub fahre - das ist doch schon mal was!
Die zwölf Anmeldungen haben sich verständlicher Weise etwas ausgedünnt, aber einige Unentwegte sind doch aufgelaufen und wild entschlossen. Einige nicht so wild entschlossene drehen noch ein paar unschlüssige Runden durch die Bootshalle und schließlich verbleiben sieben wackere Zwerge, die hinter die sieben Berge paddeln wollen. Ich packe mich warm ein und aktiviere das erste Mal wieder meinen Long-John, der den ganzen Sommer untätig herum lag, ziehe meine Winterpaddeljacke an und stülpe mir die Neofäustlinge über.

Alles unnötig! Zwar ist der Himmel noch überwiegend bewölkt, als wir ablegen, aber es ist erstaunlich lau und spätestens auf Höhe des Kanals ist die Wolkendecke so ausgedünnt, dass man blaue Flecken Himmel hindurch schimmern sehen kann. Bei der Glockentonne angekommen ist klar, dass ich für die Verhältnisse volkommen overdressed bin! Während wir weiterpaddeln, versinkt hinter uns die Sonne glutrot am Horizont!
Es herrscht ein leichter Südwind, der uns freundlich schiebt. Das macht sich sehr deutlich in unserer Geschwindigkeit bemerkbar. Ich habe hohen Respekt vor Jens, der mit seiner Rennschnecke, einem weitgehend selbstgeschneiderten Pouch-Einer-Faltboot, das hohe Tempo mithält.
Zu Beginn der Tour haben wir an jedes Heck ein Knicklicht geklebt, damit man die Boote auch im Dunkeln noch erkennen kann. Nachdem es deutlich dunkel ist, sieht man auch manche dieser Lichter - einige waren aber wohl allzu deutlich über ihr Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Mein Angst, dass die Lichter zu grell sein könnten und uns blenden, erweist sich als vollkommen unbegründet. Außerdem wird es überhaupt nicht wirklich dunkel. Zum einen liegt das an der mittlerweile fast aufgelösten Wolkendecke, dem Mond der die faden Schleier beleuchtet und den modernen Straßenlaternen mit denen das Ufer mittlerweile fast durchgängig ausgestattet ist! Trotzdem ist es dunkel genug, dass wir ein besonderes Schauspiel beobachten können: Unvermittelt gellt ein Schrei durch die Nacht: "Meeresleuchten!" Betzi hat es als erste entdeckt: Die Wirbel, die bei jedem Paddelzug im Wasser zurückbleiben, leuchten weißlich auf. Dieser Effekt ist genau so plötzlich vorüber, wie er aufgetreten ist - offensichtlich waren nur in einem ganz kleinen Gebiet die Bedingungen gegeben, die das Meer leuchten lassen.

An der zwölften Laterne der zweiten Leuchtenbatterie steuern wir den Strand an und gelangen genau dort an Land, wo die Straße zu unseren vorher abgestellten Fahrzeugen geht. Das nenne ich eine Super-Vorbereitung! Während wir unsere Boote klarieren, gesellt sich Gerdi zu uns. Da wir eine so überschaubare Anzahl sind, lädt er uns noch auf einen Tee zu sich nach Hause ein. Hier kommt der Kuchen, den Eike uns gebacken hat, zu voller Wirkung. Zusammen mit dem Tee, den Inge uns kocht, genießen wir den Abend in gemütlicher Runde. Wer hätte am Morgen im Regen gedacht, dass der Tag so lau und schön enden würde!
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Die zwölf Anmeldungen haben sich verständlicher Weise etwas ausgedünnt, aber einige Unentwegte sind doch aufgelaufen und wild entschlossen. Einige nicht so wild entschlossene drehen noch ein paar unschlüssige Runden durch die Bootshalle und schließlich verbleiben sieben wackere Zwerge, die hinter die sieben Berge paddeln wollen. Ich packe mich warm ein und aktiviere das erste Mal wieder meinen Long-John, der den ganzen Sommer untätig herum lag, ziehe meine Winterpaddeljacke an und stülpe mir die Neofäustlinge über.
Es herrscht ein leichter Südwind, der uns freundlich schiebt. Das macht sich sehr deutlich in unserer Geschwindigkeit bemerkbar. Ich habe hohen Respekt vor Jens, der mit seiner Rennschnecke, einem weitgehend selbstgeschneiderten Pouch-Einer-Faltboot, das hohe Tempo mithält.
Zu Beginn der Tour haben wir an jedes Heck ein Knicklicht geklebt, damit man die Boote auch im Dunkeln noch erkennen kann. Nachdem es deutlich dunkel ist, sieht man auch manche dieser Lichter - einige waren aber wohl allzu deutlich über ihr Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus. Mein Angst, dass die Lichter zu grell sein könnten und uns blenden, erweist sich als vollkommen unbegründet. Außerdem wird es überhaupt nicht wirklich dunkel. Zum einen liegt das an der mittlerweile fast aufgelösten Wolkendecke, dem Mond der die faden Schleier beleuchtet und den modernen Straßenlaternen mit denen das Ufer mittlerweile fast durchgängig ausgestattet ist! Trotzdem ist es dunkel genug, dass wir ein besonderes Schauspiel beobachten können: Unvermittelt gellt ein Schrei durch die Nacht: "Meeresleuchten!" Betzi hat es als erste entdeckt: Die Wirbel, die bei jedem Paddelzug im Wasser zurückbleiben, leuchten weißlich auf. Dieser Effekt ist genau so plötzlich vorüber, wie er aufgetreten ist - offensichtlich waren nur in einem ganz kleinen Gebiet die Bedingungen gegeben, die das Meer leuchten lassen.

An der zwölften Laterne der zweiten Leuchtenbatterie steuern wir den Strand an und gelangen genau dort an Land, wo die Straße zu unseren vorher abgestellten Fahrzeugen geht. Das nenne ich eine Super-Vorbereitung! Während wir unsere Boote klarieren, gesellt sich Gerdi zu uns. Da wir eine so überschaubare Anzahl sind, lädt er uns noch auf einen Tee zu sich nach Hause ein. Hier kommt der Kuchen, den Eike uns gebacken hat, zu voller Wirkung. Zusammen mit dem Tee, den Inge uns kocht, genießen wir den Abend in gemütlicher Runde. Wer hätte am Morgen im Regen gedacht, dass der Tag so lau und schön enden würde!
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Mittwoch, 19. September 2012
Mittwoch, 19. September
Das Wetter heute ist schon deutlich herbstlich - es ist frisch und ein lebhafter Wind weht. Aber trotzdem haben sich erfreulich viele von unseren neuen Mitpaddlern eingefunden, um aufs Wasser zu gehen. Der Wind kommt ziemlich südlich und so geht die Tour zunächst recht flott Richtung Möltenort und darüber hinaus. Leider ist schon um halb acht Sonnenuntergang und wir können nicht so weit fahren, wie wir vielleicht wollten. Aber nach einer Stunde - oder um 18 Uhr sind wir fast an der Tonne 10 nördlich des Zeltplatzes Korügen. Ich lasse bereits ein paar Meter vor der Tonne wenden, denn so schnell wie wir hierher gekommen sind, wird die Rücktour nicht werden. Aber eine Stunde Hinfahrt - da sollten anderthalb Stunden für die Rückfahrt gut ausreichen.Wir sind heute fast genau die gleiche Strecke gefahren, wie ich vor vier Tagen alleine. Da bin ich in derselben Zeit nur 400 Meter weiter gekommen - bis zur Munitionspier. Und es herrschen heute praktisch genau diegleichen Windverhältnisse, wie bei meiner Solotour. Eine gute vier, deren Spitzen in die fünf hineinreichen.
Wie man aus den übereinander gelegten Geschwindigkeitsgraphen sieht, waren wir heute mit der Gruppe auf der Hinfahrt anfangs nahezu genauso schnell, lediglich gegen Ende verläuft die grüne Trendkurve doch deutlich unter der blauen.Bei der Rücktour zeigt sich dann doch ein deutlicher Unterschied. Während ich auch gegen den Wind fast mit derselben Geschwindigkeit unterwegs war, hat sich das Tempo der Gruppe heute auf vier und fünf Stundenkilometern reduziert. So bin ich damals über eine halbe Stunde früher zurück gewesen (und konnte mich länger ausruhen ;-) ) während wir heute tatsächlich die Zeit bis zum Sonnenuntergang benötigten.
Zwischen den Kurven liegt eine Menge Erfahrung und "Vorsprung durch Technik" - aber die Tour heute war anspruchsvoll - und ich habe so eine Tour ein knappes Jahr nach meinem Anfang noch nicht hinbekommen!
Hier sind noch ein paar weitere Bilder.
Mittwoch, 29. August 2012
Baden am Mittwoch
Es liegt in der Luft: Der Sommer will sich verabschieden. Da wollen wir die sich noch bietenden Gelegenheiten umso bewusster nutzen: Nachdem ich am Montag kräftig Werbung dafür gemacht habe, dass man auch mittwochs veritabel paddeln kann, sind erstaunlich viele "Montag-linge" meinem Aufruf gefolgt und wollen es wagen, einmal weiter zu paddeln als nur bis zum Heikendorfer Strand.
Wir einigen uns auf das seichte Wasser hinter dem grünen Leuchtturm, wo wir etwas im noch warmen Wasser plantschen wollen. So manch einer ist noch nicht recht überzeugt, dass er den in schier unerreichbarer Ferne lauernden Leuchtturm überhaupt erreichen, geschweige denn den Rückweg überleben wird. Aber allen Widrigkeiten wie eingeschlafenen Beinen und querenden Seglern zum Trotz erreichen wir alle gut gelaunt die Bucht hinter dem Friedrichsorter Leuchtturm.
Hier stehen Gleichgewichtsübungen auf dem Programm. Das Wasser ist seicht und warm, so dass man sich bedenkenlos auch an Schwierigeres wagen kann. "Üben übt" - diese tiefe Lebensweisheit, mit der Jörg so gerne hinter dem Busch hervorkommt - bestätigt sich auch hier wieder. "Rolle-Können" gibt es eigentlich nicht - "Rolle? Konnte ich früher!" ist eher die richtige Formulierung und man muss immer mal wieder überprüfen, ob das auch heute noch gilt. Oder man probiert die Rolle das erste Mal! Einige der Neulinge lassen sich die günstige Gelegenheit nicht entgehen und tasten sich langsam aber entschlossen an diese Selbstrettungsmethode heran. Ich freue mich auf die strahlenden Gesichter, wenn sie das erste Mal wieder selbständig aus dem Wasser auftauchen!
Wir einigen uns auf das seichte Wasser hinter dem grünen Leuchtturm, wo wir etwas im noch warmen Wasser plantschen wollen. So manch einer ist noch nicht recht überzeugt, dass er den in schier unerreichbarer Ferne lauernden Leuchtturm überhaupt erreichen, geschweige denn den Rückweg überleben wird. Aber allen Widrigkeiten wie eingeschlafenen Beinen und querenden Seglern zum Trotz erreichen wir alle gut gelaunt die Bucht hinter dem Friedrichsorter Leuchtturm.
Montag, 18. Juni 2012
Tanz auf den Wellen
Eine Woche zuvor hatten wir fast gar keinen Wind, und heute pustete es
dafür um so mehr. Hinzu kamen noch kräftige Böen. Anstatt der
traditionellen Sightseeingtour in die Hörn wurde zuerst in Stegnähe bei
den heutigen Windverhältnissen geübt. Fahren gegen und mit dem Wind und
parallel zum Wind und das Meistern der Böen. Dies klappte ganz gut, so
dass wir am Ende doch noch eine kleine Spritztour zumindest bis zum
Anleger Seegarten unternommen haben.
Klaus-Peter
Klaus-Peter
Sonntag, 22. April 2012
Anpaddeln
Auch wenn die Temperaturen noch nicht so verlockend frühlingshaft sind, lassen sich unsere Paddler nicht die Freude am alljährlichen Anpaddeln nehmen. Mit der üblichen Meute geht es bei herrlichem Sonnenschein in die Schwentine hinein, vorbei an den ersten Sumpfdotterblumen, den aufgetauten Schildkröten, um die Insel herum, um dann den Lohn dafür beim TuS Garden in Form von Kaffee und Kuchen einzufahren.

Das Gelände ist enger geworden, seit die Stadt es für notwendig erachtet hat, mit einem hohen Zaun dafür zu sorgen, dass Natur und Paddler streng getrennt bleiben. Aber Miteinander bedingt manchmal Enge - schadet dem Wesen dieser Begegnung aber nicht im Mindesten.
Kaum sind wir wieder auf dem Wasser, um rechtzeitig zu unserem Termin auf heimischem Gelände zu erscheinen, setzt es dicke Regentropfen aus den mittlerweile dunkel angelaufenen Wolken. Aber im Boot ist das kein Problem, schließlich betreiben wir Wassersport.
Heute ist Bootstaufe angesagt - mit hohem Besuch! Der stellvertretende Stadtpräsident, Herr Tschorn, der auch für die CDU im Sportausschuss sitzt, erweist uns die Ehre. Er hat schließlich im vergangenen Jahr mit entschieden, dass unser Verein einen warmen Regen aus der Stadtkasse erhält, um sich damit zwei dringend benötigte Boote kaufen zu können. Wir haben uns revanchiert mit einer Einladung zur Taufe der Boote - und mit nicht ganz so warmem Regen aus dicken schwarzen Wolken, die versuchen, uns die Veranstaltung zu verhageln. Aber unsere Wanderwartin spricht einige wärmende Worte und trotzt mit zünftig knallrotem Südwester souverän den Elementen.
Wie für einen April nicht anders zu erwarten, herrscht nach einigen Minuten wieder strahlend wärmender Sonnenschein! Wem immer noch frisch ist, kann sich am Grill und an Ulfs legendärem heißen KVK-Kakao wärmen!
Das Gelände ist enger geworden, seit die Stadt es für notwendig erachtet hat, mit einem hohen Zaun dafür zu sorgen, dass Natur und Paddler streng getrennt bleiben. Aber Miteinander bedingt manchmal Enge - schadet dem Wesen dieser Begegnung aber nicht im Mindesten.
Kaum sind wir wieder auf dem Wasser, um rechtzeitig zu unserem Termin auf heimischem Gelände zu erscheinen, setzt es dicke Regentropfen aus den mittlerweile dunkel angelaufenen Wolken. Aber im Boot ist das kein Problem, schließlich betreiben wir Wassersport.
Wie für einen April nicht anders zu erwarten, herrscht nach einigen Minuten wieder strahlend wärmender Sonnenschein! Wem immer noch frisch ist, kann sich am Grill und an Ulfs legendärem heißen KVK-Kakao wärmen!
Samstag, 17. März 2012
Der Adler hat den Horst verlassen
Samstag, 7. Januar 2012
Neujahrspaddeln
Der TSV Klausdorf veranstaltet heute seine "Neujahrs"tour. Das Wetter ist einigermaßen - nicht mehr so trübe wie noch vor einer Woche. Es hat sich eine stolze Truppe am Vereinsheim eingefunden. Sogar Thomas vom Nachbarverein kommt heute mit. Da sich mein Default-Boot noch in der Rekonvaliszenz befindet, fahre ich meinen bewährten "Stummel".
Am Schwell in Neumühlen wird schnell klar, dass viel Wasser aus der Schwentine drückt. "Dann muss auch viel drin sein", denke ich mir. Es ist an den Ufern schon zu sehen, dass sonst trockene Bereiche heute unter Wasser stehen, aber hier im Unterlauf macht sich die Strömung noch nicht dramatisch bemerkbar. Während ich noch auf einige Nachzügler warte, fahren Jörg und Peter ihr normales Arbeitstempo. Irgendwann kann ich aber auch nicht mehr an mich halten und haue rein. Ich habe keine großen Hoffnungen, die beiden noch zu erreichen, denn eigentlich haben sie einen viel zu großen Vorsprung. Mit zunehmender Strecke nimmt auch die Strömung deutlich zu und meine Geschwindigkeit immer mehr ab, obwohl ich wirklich arbeite. Als ich an der Klausdorfer Insel ankomme, sehe ich am Ende des hier recht geraden Flusslaufes Peter und Jörg, die fast auf der Stelle stehen. Sollten die Strömung sie so sehr gebremst haben? Zentimeter für Zentimeter arbeite ich mich zu ihnen heran, und erfahre, dass sie ein ganzes Weilchen auf mich gewartet haben.
Dort wo die Schwentine unter normalen Umständen durch große Steine verblockt ist, muss man sehr mit Bedacht fahren. Von den Steinen ist nicht das geringste zu sehen, aber die Strömung ist so stark, dass man unheimlich aufpassen muss, seinen Bug nicht zu weit ausscheren zu lassen, weil es einen sonst komplett herumreißt und man sich an der anderen Flussseite wiederfindet. Irgendwo ragt ein beindicker Ast schräge aus dem Wasser. Ihn zu umfahren, würde bedeuten, mitten in den Hauptstrom zu geraten. Also versucht Peter direkt vor mir unter ihm hindurch zu kommen. Er schafft es auch ganz knapp, fährt aber recht weit in der starken Strömung, wo der Ast eine bequeme Durchfahrtshöhe bietet. Ich bin schlauer und gelenkiger und halte mich weiter aus der Strömung heraus. Dafür muss ich mich tiefer ducken, aber nicht so arg gegen die Strömung kämpfen. Leider habe ich nicht recht bedacht, dass die Durchfahrtshöhe rechts neben mir praktisch null ist und ich daher mit dem Paddel am Ast hängen bleibe. Klassische Situation zum Kentern! Aber ich will nicht kentern und drücke mich mit dem Hinterkopf entschlossen vom Ast ab, bis ich mein Paddel wieder bestimmungsgemäß einsetzen kann. Die restlichen paar hundert Meter bis zur Oppendorfer Mühle fahren wir etwa mit zwei Stundenkilometern, wie Peters GPS-fähiges Handy uns später verrät. Aber das ist für die Umstände nicht übel, denn als ich unter der Brücke hindurchpaddle, wo ich noch nie hindurchgekommen bin, ohne mir mein Paddel an den Steinen zu stoßen, muss ich feststellen, dass man heute die Steine mit seinem Paddel kaum erreicht!

Zurück geht schneller! Am Klausdorfer Vereins, dessen Steg heute komplett unter Wasser liegt ist eine Pause unterm Grillpilz fällig. In fröhlicher Runde werden Würstchen und anderes Grillgut vertilgt und die Seele mit heißen Getränken aufgetaut.
(... alle Bilder hier)
Am Schwell in Neumühlen wird schnell klar, dass viel Wasser aus der Schwentine drückt. "Dann muss auch viel drin sein", denke ich mir. Es ist an den Ufern schon zu sehen, dass sonst trockene Bereiche heute unter Wasser stehen, aber hier im Unterlauf macht sich die Strömung noch nicht dramatisch bemerkbar. Während ich noch auf einige Nachzügler warte, fahren Jörg und Peter ihr normales Arbeitstempo. Irgendwann kann ich aber auch nicht mehr an mich halten und haue rein. Ich habe keine großen Hoffnungen, die beiden noch zu erreichen, denn eigentlich haben sie einen viel zu großen Vorsprung. Mit zunehmender Strecke nimmt auch die Strömung deutlich zu und meine Geschwindigkeit immer mehr ab, obwohl ich wirklich arbeite. Als ich an der Klausdorfer Insel ankomme, sehe ich am Ende des hier recht geraden Flusslaufes Peter und Jörg, die fast auf der Stelle stehen. Sollten die Strömung sie so sehr gebremst haben? Zentimeter für Zentimeter arbeite ich mich zu ihnen heran, und erfahre, dass sie ein ganzes Weilchen auf mich gewartet haben.
Zurück geht schneller! Am Klausdorfer Vereins, dessen Steg heute komplett unter Wasser liegt ist eine Pause unterm Grillpilz fällig. In fröhlicher Runde werden Würstchen und anderes Grillgut vertilgt und die Seele mit heißen Getränken aufgetaut.
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