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Sonntag, 13. April 2014

Anpaddeln 2014

Wie immer zum Anpaddeln zeigt sich das Wetter von seiner besten Seite! Da will keiner fehlen und so setzen sich knapp zwei Dutzend bunte Boote aus unserm Verein an diesem Sonntag im April in Richtung Schwentine in Bewegung. Britta hat ihre Schwester aus München mitgebracht, damit sie mal sehen kann, wie schön es im Frühling im Norden ist!

Es geht wie immer und je nach Lust und Bereitschaft mehr oder weniger weit die Schwentine hoch. Die ganz Wackeren fahren bis zum Kraftwerk, wo sie mächtig gegen die Strömung zu kämpfen haben. Unterwegs überholen wir ein interessant aussehendes kleines Faltboot. Aber es sieht eher aus wie ein Faltenboot. "Ist nicht optimal aufgebaut", muss seine Besitzerin zugeben.

Das gemeinsame Kaffee- und Kuchenessen findet in diesem Jahr beim TuS statt. Da ist es immer besonders interessant, ob neben den vielen Booten auch noch die Paddler auf dem Grundstück Platz finden werden. Aber die Enge tut der Gemütlichkeit keinen Abbruch. Karen, unsere Wanderwartin sorgt dafür, dass niemand den Rückweg alleine antritt, sondern dass alle eine Begleitung haben. Das ist auch bitter notwendig, denn der Wind hat doch spürbar aufgefrischt und bläst uns mit fortschrittlichen fünf Beaufort ins Gesicht. Aber alle meistern diese anspruchsvolle Überfahrt ohne Probleme - auch wenn es hier und da weiche Kniee unter der Spritzdecke gegeben haben mag...

Auf dem (leider noch ungemähten) heimischen Rasen stehen erst einige Bootstaufen an, die mit Sekt gebührend gefeiert werden. In der Zwischenzeit wird bereits der Grill angeheizt und ein sonniger Nachmittag klingt in gemütlicher und entspannter Atmosphäre aus.

Ich schätze, nach dieser Erfahrung wird Brittas Schwester ernsthaft über einen Umzug von München nach Kiel nachdenken!

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Mittwoch, 19. Februar 2014

Bilder der Saison

Das ganze Jahr über stürzen wir uns in irgendwelche Aktivitäten, stauben in der Bootshalle, befahren Flüsse und Seen, genießen Sonnenuntergänge, Poloturniere und Herbststürme. Und das alles nur, damit wir am Ende der Saison die Bilder der vergangenen betrachten können. Heute ist Zurücklehnen und Genießen angesagt. Birgit hat wieder Unmengen von Bildern und kleinen Filmchen gesichtet, zusammengestellt und mit passender Musik hinterlegt, um uns damit einen schönen Abend zu bereiten.

Dabei merkt man erst, was für zahlreiche Aktivitäten im Verlaufe eines Jahres in unserem Verein stattfinden. Auch längst Vergessene (oder Verdrängte?) kommen so wieder in Erinnerung: Das gesamte erste Halbjahr war doch von unserem Umbau geprägt, der mittlerweile fast schon wieder in Vergessenheit geraten ist, so selbstverständlich haben wir uns an die neuen Umstände gewöhnt.

Neben dem Befahren der unterschiedlichsten Gewässer erinnern die Bilder an zahlreiche Gelegenheiten der Begegnung. Da ist der gemeinsame Arbeitsdienst und das Durchsehen der Vereinsboote, das Polo-Spaßturnier der Wanderpaddler, die Begegnung mit schrägen "Vögeln" und nie gekannten Herausforderungen. Man könnte einwenden, dass sich die Bilder von Jahr zu Jahr gleichen. Aber das ist nicht der Fall. Denn auch wenn ein Bild nur Wasser, Boot und Paddler zeigt, so schwingt dahinter bei dem, der es erlebt hat, immer eine einzigartige Erinnerung mit. Bei denen, die es nicht erlebt haben, mögen sich Träume regen und vielleicht sogar Pläne keimen. So ein Bilderabend ist nicht nur entspannend und anregend, er ist auch wichtig.

Sonntag, 12. Januar 2014

Sektempfang

Es ist gute Sitte in unserem Verein, das neue Jahr mit einem Sektempfang zu beginnen. Es gibt wenig Gelegenheiten in dieser Jahreszeit zusammenzukommen, und was liegt da näher, ein kleines Fest in diese Zeit zu legen. Mit Sekt und Suppe konnte eine überraschend große Schar von Mitgliedern ins KanÜ gelockt werden. Bevor man über die zwei Suppen herfallen konnte, musste man aber noch die Rede des Vorsitzenden über sich ergehen lassen. Statt über die üblichen Höhepunkte des vergangenen Jahres zu reden hat es ihm gefallen, eine Philosophie des Alltags zum Besten zu geben.
Zum Glück sind unsere Mitglieder allesamt gut erzogen, so dass es keine Buh-Rufe und Pfiffe gab, sondern artige Danksagungen für die "gehaltvolle" Rede. Derart philosopisch angereichert, schmeckte die Suppe danach umso besser.

Es herrschte ein erstaunlicher  Geräuschpegel, der sich aus der Tatsache ergab, dass da fast dreißig liebe Menschen entspannt miteinander tratschten. Wenn man bedenkt, dass dieses Treffen fast ausgefallen wäre, weil unser Festausschuss gerade auf die halbe Sollzahl zusammengeschrumpt ist, ist es doch ein großer Segen, dass Klaus-Peter sich dieser brachliegenden Aufgabe kurzentschlosssen angenommen und uns ein so nettes Beisammensein beschert hat!

Montag, 14. Oktober 2013

Bootscheck und -reparatur

Unsere Vereinsboote werden übers Jahr fleißig benutzt und dadurch natürlich arg beansprucht. Da bleibt es nicht aus, dass das Material leidet und schon mal den Klügeren spielt. Um unsere Ausrüstung auf Stand zu halten, haben wir es uns zur Regel gemacht, einmal im Jahr eine gründliche Bestandsaufnahme der Mängel zu machen und sie im Folgenden dann so weit es geht zu beheben.

Unsere Wanderwartin hat die Aktion vorbildlich vorbereitet und eine erfreulich große Zahl von Nutznießern hat sich eingefunden, um dafür zu sorgen, dass sie auch nächstes Jahr wieder intakte und verkehrssichere Boote zur Verfügung haben. Für jedes Boot gibt es eine Checkliste mit allen möglichen und denkbaren Eigenschaften, die ein Boot haben kann. Auch das zum Boote gehörende Zubehör, wie Spritzdecke, Paddelleine oder Lukendeckel steht auf der Liste und wird mit überprüft.

In der Regel sind es kleine Defizite, die sofort behoben werden können, wie eine defekte Paddelleine, ein fehlender Vereins- oder Verbandsaufkleber. Manchmal ist aber auch ein größerer Schaden festzustellen, wie eine defekte Lenzpumpe oder ein nicht mehr funktionierendes Skeg. An "Aalikki" versuchen sich Olav und Michael mit viel Geschick daran, den Verstelldrakt für das Skeg zu reparieren. Das wäre auch keine große Tat gewesen, wenn ihnen nicht so ein tumber Vorsitzender immer wieder den Draht aus seiner Position flutschen lassen hätte!

Es dauert länger als erwartet, aber alle Beteiligten sind mit Engagement bei der Sache und bis weit nach Einbrechen der Dunkelheit am Werken. Ich freue mich, im nächsten Frühjahr den dann auflaufenden Mitgliedern und Gästen wieder einwandfreie Boote anbieten zu können.


Montag, 15. Juli 2013

Flache Stütze und Reparatur am Fahnenmast

Sonnenschein und ein bisschen Wind, herrlich ist es auf der Förde zu paddeln! Karen führte uns heute nach Kitzeberg. Parallel den Strand entlang fahrend übten wir die Flache Stütze mit dem Paddel. Nach der Paddeltechnik ging es hinüber in Richtung Scheerhafen, wo wir bei der Tonne K1 noch einen Theorieteil in Sachen Betonnung, Haupt- und Nebenfahrwasser hatten. Kurz vor dem Ende des Montagspaddeln fand vor dem heimatlichen Steg eine Vorführung und das gemeinsame Üben der Eskimorettung statt. Später am Abend als die meisten schon zu Hause waren, wurde von Olavs Kumpel noch mit einer tollen Kletteraktion am Fahnenmast unser abgerissene Flaggenleine wieder in Ordnung gebracht.

Klaus-Peter

Mittwoch, 15. Mai 2013

Bootstaufe, Gewitter und Frikadellen

Daniel hat zur Konfirmation ein schickes Seekajak geschenkt bekommen. Das soll heute endlich feierlich getauft und  in gebührend in Betrieb genommen werden. Eltern, Großmutter und Vereinskameraden sind aufgelaufen, um diesen wichtigen Tag gemeinsam mit ihm zu begehen. "Tinca tinca" soll das Boot heißen. Das ist der lateinische Name für die Schleie und soll auf die Zähigkeit dieser Tiere anspielen, wohl aber gleichzeitig auch Daniels Glück beim Angeln befördern. Mit reichlich Sekt begossen geht das Schiff auf seine erste richtige Fahrt auf die Förde.

Wir sind eine stattliche Gruppe und da ist es nicht erstaunlich, dass einige weiter paddeln möchten als anderen. So teilen wir uns in zwei Gruppen auf, womit jeder auf seine Kosten kommt. Es ist eigentlich ein schöner, ruhiger Abend aber da braut sich unmerklich Schwarzes über unseren Köpfen zusammen. Als schließlich die ersten noch stummen Blitze zucken, ist es an der Zeit, das Ufer aufzusuchen. Die eine Gruppe, die mittlerweile mit den Klausdorfer Paddlern zusammengestoßen ist, geht am Ölberg an den Strand, die andere zieht sich unter die Gebäude der Seebadeanstalt Heikendorf zurück.

Es dauert eine gerüttelte Weile, bis sich die Lage soweit entspannt hat, dass wir unseren Weg fortsetzen können, und wir bekommen einen gewaltigen Regenguss ab. Die beide Gruppen treffen fast zeitgleich am Heimatsteg ein. Der Abend klingt in gemütlichem Beisammensein im KanÜ aus, wo Daniel leckere Frikaldellen und andere Leckereien aus dem Hut zaubert, die ihm seine Mutter wegen des besonderen Anlasses mitgegeben hat. Einen herzlichen Dank an die Spenderin!

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Dienstag, 30. April 2013

Sportlerehrung

Heute ist ein durchweg erfreulicher Anlass, zu dem ich als Vorsitzender auflaufen darf: Da werden im Ratssaal des Rathauses 71 Männer und 16 Frauen aus Kiel für ihre herausragenden sportlichen Leistungen geehrt! Natürlich ist die komplette Handball-Mannschaft des THW aufgelaufen und gefühlte drei Viertel der Geehrten sind Segler. Aber es gibt auch andere Sportarten, die nicht so in aller Munde sind. So scheint Kiel die Hochburg des Kegelns zu sein und Schnell-Weit-Laufen scheint seinen Einwohnern auch im Blut zu liegen, denn es sind mehrere Mara- und Duathlon-Athleten unter den Ehrwürdigen. Vollends sprachlos bin ich, als herauskommt, dass sogar die Deutsche Meisterin im Snow-Board-Fahren aus Kiel kommt! Und natürlich ist auch ein Mitglied aus unserer Kanu-Vereinigung dabei: Judith Geberth als Welt- und Europameisterin im Kanu-Polo! Hut ab und herzlichen Glückwunsch zu der Ehrung!

Alle Aufgerufenen bekommen eine Urkunde und eine Gedenkmedaille - auf beiden ist selbstverständlich der Name des jeweiligen Athleten vermerkt. Während die Oberbügermeisterin, Frau Gaschke, beim Überreichen der Urkunden jeweils nachfragen muss, wer denn jetzt wer ist, kennt die Stadtpräsidentin, Frau Kietzer, ihre Papenheimer offensichtlich alle auswendig: lediglich bei der letzten Kegelmannschaft ist sie bei dem ersten Kandidaten etwas unsicher, allen anderen hat sie die Medaillen auf Anhieb richtig zugeordnet. Alle Achtung!

Sonntag, 21. April 2013

Anpaddeln 2013

Ich bekomme gerade noch den letzten Parkplatz auf unserem Gelände - obwohl ich mit Birke und Sarah im Gepäck einigermaßen frühzeitig angereist komme. Offensichtlich wollen sich große Mengen Vereinsmitglieder diese erste offizielle Möglichkeit, mal wieder aufs Wasser gehen zu  können, nicht entgehen lassen. Ich habe mir sagen lassen, dass die Temperatur heute morgen um sechs Uhr noch bei minus ein Grad gelegen haben soll, aber nun haben wir schon sieben davon und die Sonne scheint aus vollen Kräften, so dass sie sich noch weiter vermehren werden. Wind weht kaum. So muss Anpaddeln sein!

In unseren neuen Umkleiden herrscht dichtes Gedränge - und trotz der neuen Bank, die ich gestern noch fertig gestellt habe, macht sich das Fehlen von Kleiderhaken schmerzlich bemerkbar. Aber der gesamte Verein ist nahezu planmäßig und pünktlich mit sämtlichen verfügbaren Booten auf dem Wasser. Es scheint sich herauszukristallisieren, dass ich seit neuestem immer der Letzte bin. Die Erste ist Uschi, die zwar noch gar nicht Mitglied im Verein ist, aber schon so epicht darauf, endlich paddeln zu dürfen, dass sie gleich mit dem Nachbarverein losfährt, der ein paar Minuten vor uns startet. Sie kennt ja eh so gut wie niemanden und wenn alle losfahren, ist das für sie Anreiz genug, selbiges auch zu tun. Ich schaffe es gerade noch, sie aus den Klauen des KKK zu retten und zu uns zurück zu führen!

Wir sind zwar pünktlich an der Umtragestelle in die Schwentine, aber wie nicht anders erwartet, bildet sich hier eine laaaange Schlaaaange. Es dauert über zwanzig Minuten, bis alle umgesetzt haben. Nicht weil da irgend etwas klemmt, sondern einfach, weil eben es so lange dauert, gefühlte hundert Paddler durch dieses Nadelöhr zu schleusen. Nachdem ich auf der Förde die Nachhut gebildet hatte, immer auf der Ausschau nach gekenterten Paddelbooten, geselle ich mich auf der stillen Schwentine zu Jörg und fahre vorweg. Es gibt wieder viele Themen, die noch besprochen und Vögel, die bestimmt werden müssen, so dass uns der Weg bis zum Kraftwerk nicht lang wird. Auf der Rücktour zum ETV, wo es Würstchen und Kuchen geben soll, kommen uns aber schon einige Paddler entgegen, die offensichtlich einen direkteren Weg zum Kaffeebuffet gefunden


haben. So müssen wir erkennen, dass wir zu spät sind, um noch von der besten Kuchensorte gut zu haben. Aber die verbliebenen Reste sind köstlich genug - schließlich haben wir mittlerweile einen gehörigen Hunger!

Wie so oft entspinnen sich mehr und längere Gespräche, als man gedacht hat und so ist auch Jörg noch da, als ablegen, obwohl der "eigentlich gleich wieder los wollte". Die Umsetzstelle ist in dieser Richtung kein Nadelöhr und wegen des fehlenden Windes ist es auch für die ungeübtesten Paddler heute kein Problem, die Förde ohne Mühen und Zwischenfälle zu queren.
Auf unserem Vereinsgelände angekommen, werden erst einmal Geschenke verteilt: Karen, die Wanderwartin, nimmt die Gelegenheit war, den Vorturnern den winterlichen Rollentrainings zu danken und jedem ein individuelles Geschenk zu überreichen. Ich hatte sie damals erpresst, dass ich nur mitmache, wenn ich einen heißen Kakao bekomme - und nun erhalte ich eine ganze Tüte feinsten Kakaopulvers! Ich mache nächstes Jahr wieder mit! Und Olav muss noch sein neues Kajak taufen- sein ganzer Stolz! Es soll Sisiutl heißen, damit es ihn vor bösen Geistern beschützt  - oder so.

Lauritz, der alte Pfadpfinder, hat in der Zwischenzeit schon sachkundig den Grill entzündet, so dass wir ohne große Verzögerungen in den letzten Teil des Tagesprgramms übergehen können: Das gemütliche, vereinsinterne Zusammensein am Grill. Ich habe mein nagelneues, beeindruckendes WMF-Grillbesteck mitgebracht, das allseits "Ooohs" und "Aaahs" hervorlockt. Andere haben dafür leckere Salate mitgebracht - jeder wie er kann! Es herrscht eine angenehme Atmosphäre, in der man miteinander ins Schmatzen und Schwatzen gerät. Als schließlich noch die beiden Jungmitglieder Elin und ?Martin aufgefahren werden, kennt die Begeisterung der Ex-Kleinkind-Eltern keine Grenzen mehr: Während Elin mit ihren knapp sechs Wochen Lebenserfahrung noch wirklich, wirklich klein ist, wirkt ?Martin schon wie ein vor Kraft strotzender Klops dagegen. Vielleicht legen sie auch einmal einen Teil ihres Weges durch das Meer des Lebens im Paddelboot zurück!

Montag, 15. April 2013

Die Boote kommen zurück!

Nachdem die wesentlichen Arbeiten in der Bootshalle abgeschlossen und die Staubschutzwände entfernt sind, wollen wir unsere Boote aus ihrem Exil in ihre Heimat zurückführen. Damit sie sich richtig wohl fühlen, werden die trotz der Schutzwände dick eingestaubten Auflagen erst einmal gründlich gereinigt und überall unter der Stellage gefegt. Es sind erfreulicher Weise reichlich freiwillige gekommen, die mit anpacken und so geht die Arbeit leicht und schnell von der Hand.

Die während des Umbaus in der Halle verbliebenen vereinseigenen Boote haben wärend der staubenden Umbauarbeiten mit der Zeit alle dieselbe Farbe angenommen: milchig grau! Da wir wissen, dass sie ehemals bunt waren, werden sie alle auf den Rasen gelegt und einer gründlichen Wäsche unterzogen. Hier vollbringen Nina und Christina wahre Wunder, bis sich schließlich das von früher gewohnte farbenfrohe Bild zeigt!

Mit den blauen Auflagebretter an ihrem alten Ort und den Booten darauf, sieht unsere Halle schließlich auch wieder wie eine Bootshalle aus. Ich freue mich schon, wieder mehr paddeln zu gehen, als mich mit dem Umbau beschäftigen zu müssen! Ein besonderes Dankeschön geht an unseren Nachbarverein, der unseren Booten über den staubigen Winter Asyl geboten hat.

Samstag, 23. März 2013

Arbeitsdienst

In unserem Untergeschoss sind die Dinge wunderbar vorangeschritten. Nun sind wir selbst wieder verstärkt gefragt. Mit einem Arbeitsdienst wollen wir uns auf den dräuenden Frühling vorbereiten. Das gemeinsame Frühstück nehmen wir diesmal in Mirko feinen Tischen ein. Botschi hat gut eingekauft und keiner kann sich hinterher rausreden, er hätte nicht kräftig gefrühstückt! Eine große Aufgabe ist es, heute den durch die Arbeiten entstandenen allgegenwärtigen Staub möglichst umfassend aus unseren Gefilden zu verbannen. Das gelingt nicht in einem Rutsch und Hallenboden und Treppenhaus müssen mehr als einmal gefegt und gewischt werden. Es wird noch ein gepflegtes Weilchen dauern, bis auch das letzte Staubkörnchen weggewischt und ausgepült ist.
Natürlich haben wir auch andere Arbeiten im Angebot, solche bei denen ganze Männer gefordert sind: Die Spindwände müssen wieder kreuz und quer durch die Halle geschoben werden, da ist eine große Körpermasse von entscheidendem Vorteil. Zum Glück sind genügend Arbeitswillige erschienen und wir bekommen alles bearbeitet, was auf unserem Zettel stand. Ja fast sind es sogar zu viele, die auf den armen Botschi einstürmen und nach Beschäftigung lechzen. Und einen besonderen Gast haben wir heute zu verzeichnen: Uschi. Sie ist zwar nich nicht einmal Mitglied in unserem Verein, ist aber schon mal zu Arbeitsdienst erschienen, weil sie auch schon an unseren Hallentrainings teilgenommen hat und den Kontakt halten wollte. Das nenne ich Einsatz!

Der Tag heute hat uns noch einmal richtig gut nach vorne gebracht. Es bleibt zwar noch reichlich Arbeit, aber man sieht, dass wir voran kommen und es macht Spaß. Als am frühen Nachmittag sogar noch eine Schar Polo-Jugendlicher voller Tatendrang einfällt, müssen wir sie auf den nächsten Arbeitsdiensttermin im April vertrösten. Da wird dann hoffentlich auch kein Schnee mehr auf dem Hallenvorplatz liegen!

Donnerstag, 21. März 2013

Vorstandsmarathon

Um nicht mehrere separate Termine koordinieren zu müssen, haben wir uns entschlossen, heute drei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Wir wollen heute im Rahmen des Vorstands zusammenkommen, um uns weitere Gedanken zum Thema Kinderschutz zu machen, um unser alljährliches gemeinsames Vorstandsessen nachzuholen und schließlich um eine reguläre Vorstandssitzung abzuhalten. Das ehrgeizige Unterfangen erfordert ein frühes Treffen und bedingt einen langen Abend. Ich hatte etwas Bedenken, dass das die Geduld und Konzentrationsfähigkeit mancher vielleicht übersteigen könnte, wurde aber von meinen Kollegen wunderbar widerlegt: Wir sind bei der Ausarbeitung der noch notwendigen Unterlagen im Bereich Kinderschutz ein gutes Stück vorangekommen, haben eine köstliche Bewirtung durch Jessica und Mirko entgegennehmen können und schließlich alle auf meiner Liste stehenden Themen zu Führung und Verwaltung des Vereines abgearbeitet. Und trotz der absehbar langen Zeit, die all diese Vorhaben in der Summe beanspruchen würden, war die Beteiligung vorbildlich - bis auf ganz wenige Ausnahmen ist der Vorstand komplett erschienen. Dieser Einsatz hat mich durchaus beeindruckt!

Montag, 11. März 2013

Mit Kind und Kegel durch Dänemark

Heute ist der letzte Themenabend für diesen Winter. Eigentlich sollte der Winter dann vorbei sein, aber wenn man nach draußen schaut, sieht es ganz und gar nicht nach Frühling aus! Aber das soll uns heute Abend nicht sorgen. Wir hören und sehen, was uns Jürgen von seiner Kanu-Tour im vergangenen Sommer zu zeigen und zu erzählen hat. Und das ist eine ganze Menge und jede Minute wert!

Es fing schon damit an, dass seine geplant sechswöchige Reise mit seinem Sohn Lej im offenen Segelkanadier fünf Minuten zu spät begann. Das Boot musste nämlich noch aus der Schwentine von Jens' Werkstatt abgeholt werden, und justamong, als sie zwischen hier und Schweden nur noch offenes Wasser zu liegen glaubten, sperrten die Wasserschutzpolizei und die Feuerwehr die Schwentine wegen eines Großbrandes vom Rest der Welt. So war neben ein paar verschenkten Stunden der erste und kräftigste Sonnenbrand der Fahrt fällig.

Es sollte nicht die einzige skurrile Begebenheit bleiben. So musste der große Seebär in Schleimünde, nachdem der kleine Seemann voller Stolz einen toten Schwan aus dem Schilf gebuddelt hatte, endlos nach dem fehlenden Kopf graben, denn darauf hatte Lej es ganz besonders abgesehen. Allein - der Kopf blieb unauffindbar! Aber die Suche hatte das Kind wenigstens eine ganze Weile beschäftigt. Dies war wohl eines der Hauptprobleme während der anspruchsvollen Fahrt: Wie schaffe ich es, einen wissbegierigen Sechsjährigen jeden Tag aufs Neue zu beschäftigen - und das möglichst, ohne dass der Vater dafür allzu sehr eingespannt wird.

Als weiteres Problem stellte sich des öfteren die Frage, wie man ein fünfeinhalb Meter langes und wohl hundert Kilo schweres Kanu von und zum Wasser bewegen soll, wenn man nur ein kleines Kind und einen Erwachsenen mit lädierter Schulter zur Verfügung hat. Wie bei allen nicht planbaren Unternehmungen bestätigte sich auch hier das immer wieder beobachtete Phänomen: "Das findet sich!". Dabei spielte die unerwartete und für Jürgen manchmal schon erschlagende Freundlichkeit der Dänen eine große Rolle. Sie beschränkte sich aber nicht nur auf ein Hand-Anlegen beim Wuppen des Potemkischen Bootes, sondern manifestierte sich auch ein ums andere Mal in Speiseeisorgien für den Kleinen und kompletten Mahlzeiten für den Kleinen und den Großen.

Vom Wetter her hätte man sich gar keinen katastrophaleren Sommer aussuchen können. Bis auf den Tag mit dem Sonnenbrand in der Schwentine, gab es sonst eigentlich keine Zeiten ungehemmter Hitzeentwicklung. Ungehemmt war allein der Wind. Er blies bevorzugt aus Richtungen, die man in unserer Gegend zwar nur selten findet, in der aber genau das Zielgebiet der Reise lag. Ständig rollten Regenfronten über Vater und Sohn hinweg und der heilige Geist ließ eine Gewitterzelle nach der anderen am Himmel aufziehen. So war die Lenzpumpe wohl einer der meisten gebrauchten Ausrüstungsgegenstände. Das am meisten getragene Kleidungsstück war für beide der Trockenanzug. Zum Glück hatte Jürgen für seinen Vorschoter einen Passenden besorgt - ich wusste gar nicht, dass es so kleine Exemplare überhaupt gibt.

Es war ein langer aber ausgesprochen kurzweiliger Vortrag. Ich habe selten bei einem Bildervortrag so viel gelacht und denke, dass sich die Bedeutung dieser Reise für Vater und Sohn erst in vielen Jahren in ihrer ganzen Tiefe erweisen wird.

Sonntag, 10. März 2013

Malerarbeiten


Die Bauarbeiten im Untergeschoss streben ihrem Ende entgegen und es ist zunehmend unsere eigene Leistung gefragt. In der nächsten Woche sollen die Bodenfliesen in den Dusch- und Umkleideräumen verlegt werden. Da ist es schlau, die Wände vorher zu streichen, weil das wesentlich einfacher ist. Am Freitag habe ich mit Jörg zusammen das notwendige Werkzeug und Material rangeschafft und Samstag hat die erste Schicht tatkräftig Hand angelegt. Da wurden schon mal Dusche und Umkleide im Herrensektor fertig gestrichen, während im Damenbereich noch Defizite übrigblieben. Die Arbeiten gingen auch deshalb so leicht von der Hand, weil ich eine Auswahl feinster Musik und ein passendes Abspielgerät mitgebracht hatte.


So wurde das Rollen des Lammfelles durch das Rocken des legendären Guitarren-Vokal-Duells von Ian Illan und Ritchie Blackmore von Deep Purple aufgelockert, das Schwingen  des Pinsels von den spielerisch leichten Trompetenklängen von Alison Balsom beschleunigt. Wir lauschen der Saitenakrobatik von Leo Kottke und Egberto Gismonti, der biblischen Wucht der Texte von Bob Dylan und dem zeitlosen "All Blues" von Miles Davis. Eigentlich wollte keiner aufhören, aber irgendwann war der Farbeimer leer und die Sonntagsschicht sollte ja auch noch etwas zu tun haben.

Die hat dann die übrig gebliebenen Scharten der Samstagsschicht ausgemerzt und die Toilettenräume gestrichen. Ich gehe davon aus, dass sie sich auch um die nicht geschafften Negerküsse, Waffeln und Haribos gekümmert hat, habe aber keine Vollzugsmeldung darüber erhalten.

Als Held des Wochenendes muss Holger besonders hervorgehoben werden, denn er hat sowohl am Samstag wie am Sonntag mit Hand angelegt!

Montag, 4. März 2013

Zocken bis in die Nacht

Heute ist wieder der erste Montag im Monat. Das heißt, dass sich die Fahrradfahrer bei uns im KaNÜ treffen und den "großen Saal" in Beschlag nehmen, während wir uns ins Separee zum Zocken zurückziehen. Ich habe "Ubongo" mitgebracht, muss aber feststellen, dass wir viel zu viele Personen dafür sind. Also einigen wir uns auf "Phase 10". Ich lege einen furiosen Start hin uns schieße fast uneinholbar an die Spitze. Ab dahin ziehe ich aber sämtliche Ausrufezeichen-Karten auf mich, die "eine Runde aussetzen" zur Folge haben. Klar, dass ich in der Folge nichts mehr gebacken kriege. Aber selbst als ich uneinholbar zurückliege, hält sich immer noch das Gerücht, dass ich am besten dastehe und die Ausrufezeichen landen bei mir! Wie gemein!

Da die Phasen natürlich immer schwieriger zu erfüllen sind, dauern sie immer länger. Die Radfahrer sind längst zu Hause und auch Mirko, unser Wirt, hat sein Schiff schon verlassen, als wir immer noch einen "Fünfling mit Drilling" suchen. Zum Glück ist heute der erste Montag, an dem ich meine Tochter nicht abholen muss, so dass ich ohne zeitliches Limit bleiben kann. Genützt hat es nichts: am Ende bin ich Letzter! Ich hasse Ausrufezeichen!!!

Montag, 18. Februar 2013

Jahresrückblick 2012 (oder 2013?)

Alle Jahre wieder....

Auf diesen Termin freue ich mich immer schon, wenn die Saison sich dem Ende neigt! Einmal noch die gesamte vergangene Saison Revue passieren lassen, sich an die schönen Momente erinnern, überrascht sein, wie viel wir im vergangenen Jahr unternommen haben und die Bilder der anderen sehen.

Es ist Entspannung pur, in den Bildern zu versinken und sich von der Musik tragen zu lassen. Beim Anblick der Bilder und dem Erinnern an die Aktivitäten bekomme ich immer das Gefühl, dass ich ein unverdient reiches Leben führe. Ich wohne in einer Gegend, die so viel Natur und Erleben bietet und ich kann mit meinem Boot zu Orten fahren und Dinge erleben, die andere nur aus dem Fernsehen kennen. Und diese Dinge zu tun, macht einen unglaublichen Spaß - und es mit anderen zu teilen noch mehr. Und wenn es nur ist, dass ich den Kranichen dabei  zusehe, wie sie majestätisch in die Abendsonne ihren Schlafplätzen entgegen fliegen...

Vielen Dank an Birgit, die uns diesen Abend schon seit vielen Jahren ermöglicht!

Montag, 14. Januar 2013

Schwedenbilder

Schweden steht als Urlaubsziel bei unseren Vereinsmitgliedern hoch im Kurs. Bei denen, die schon da waren, wie bei denen, die noch hin wollen. Was lag da näher, als einmal von denen, die schon mal da waren, Bilder für die, die noch hin wollen und alle anderen präsentieren zu lassen. Klaus-Peter hatte diesen ebenso einfachen wie genialen Gedanken und hat neben sich selbst noch Betzi, Sven und mich als Vortragende gewinnen können. Sven hat auch noch ein Konzept gemacht, wie wir die Präsentation der unterschiedlichen Orte in eine sinnvolle Reihenfolge bringen können. Das setzte nur voraus, dass sich jeder Vortragende gemerkt hatte, für welches Gebiet er eine Präsention angemeldet hatte. Und ich hatte natürlich komplett vergessen, was ich mal vor langen Wochen irgendwem zugesagt hatte! Aber ich hatte zu den angekündigten Themen Bilder dabei und so klappte alles wie am Schnürchen.


Auch wenn die Bilder immer wieder Wasser, Steine, Himmel und Boote zeigen, waren die Vorträge kurzweilig und boten die Gelegenheit, einmal in konzentrierter Form über die unterschiedlichsten Gebiete in Schweden Anschauungsunterricht aus erster Hand zu erhalten. Es ging von den Ostschären bei Misterholt über den Mälarensee bei Stockholm und das Kanu-Dorado Dalsland bis zu den kahlen Schären der Westküste vor Orust und Lysekil.


Auch was das Wetter anging, war alles dabei: von strahlend schwedisch-blauem Himmel bis zum heftigen Hagelschauer, bei dem man schleunigst Schutz suchen muss.


Samstag, 12. Januar 2013

Große Ereignisse...

 ...werfen ihren Staub in die Luft! In unserem Untergeschoss haben sich die Handwerker eingenistet und gehen emsig zu Werke. Der Boden der Bootshalle ist dick mit Staub bedeckt und alles, was es nicht hinter die Staubschutzwände geschafft hat, ist dick eingemehlt. Selbst ins Obergeschoss dringen die feinen Partikel - aber wir haben es so gewollt! Dafür, dass die Arbeiten erst ein paar Tage in Gange sind, hat sich schon verdammt viel getan und man bekommt schon eine Ahnung davon, was das am Ende einmal werden soll!

Sonntag, 9. Dezember 2012

Adventskaffee


Natürlich drängeln sich die Termine in der Vorweihnachtszeit wieder furchtbar und es gab große Konkurrenz. Aber unser Adventskaffee ist dieses Jahr von Alt und Jung gut besucht. Es freut mich, dass man auch einfach mal nur der Gesellig- und Gemütlichkeit halber zusammenkommt. Und besonders freue ich mich über so überraschende Gäste wie Florian, der schon vor Jahren nach Niedersachsen ausgewandert ist und sich doch an uns erinnert und gerne vorbei kommt. Und ich freue mich über die überraschend starke Beteiligung aus der Polosparte - und überhaupt freue ich mich - dass ich mich freu!

Montag, 3. Dezember 2012

"Packman" und andere Spiele

Vor dem Vergnügen steht wie so oft der Schweiß. So war es auch am heutigen Tag. Die Bootshalle verändert sich von Woche zu Woche. Bevor der Spieleabend startete waren erst mal die Muckis gefordert. Um die Arbeitsfläche für den Umbau freizubekommen, haben wir einige Bootsauflagerbretter umgeschichtet und drei Spindwände verschoben.



Nachdem der Arbeitseinsatz abgeschlossen war, konnten wir uns den anderen Spielen hingeben. Unter der Auswahl der vorhandenen Spiele entschieden wir uns für "Dalmuti", das besonders mit vielen Personen viel Freude bereitet. Gut anderthalb Stunden haben wir "Dalmuti" gespielt, bevor wir uns auf den Heimweg machten.

Klaus-Peter