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Montag, 25. Februar 2013

Navigation im Kajak


Wenn es zum Thema Navigation kommt, hört bei jedem Wassersport der Spaß auf. Warum eigentlich? Natürlich kann man Navigation auf die Knäckebrot-Art vermitteln, mit Koordination und Kursen und geodätischem Datum und all dem dorren Gedöhns. Man kann aber auch einfach ein paar Probleme aus der Praxis nehmen und zeigen, dass man ihnen mit ein paar grundlegenden Techniken aus der Schatzkiste der Navigation schon erstaunlich souverän begegnen kann. Das war der Leitgedanke, den ich zu Grunde gelegt hatte, als ich anfing, den Vortrag vorzubereiten.

So wurden also die nüchteren Zahlen und Tabellen in Relation zu tatsächlichen Touren gestellt und über kleine realitätsnahe Aufgaben mit Leben gefüllt. Da wird sogar eine auf den ersten Blick so verwirrende Graphik wie die über den Zusammenhang zwischen Wind, seiner Geschwindigkeit, der freien Wirklänge und der resultierenden Wellenhöhe verständlich.

Ich hoffe, dass ich mehr Bereitschaft geweckt habe, sich der Navigationslehre offener zuzuwenden, als dass ich vielleicht verschreckt habe durch die Benennung der vielen Effekte, die einen Einfluss auf unser Bemühen haben. Und vielleicht hat ja auch der eine oder die andere etwas gelernt und kommt in Zukunft leichter zurecht mit der Beantwortung der zwei grundlegenden Fragen der Navigation:
  •  Wo bin ich?
  • ... und wenn ja, wie viele?(*)
Das Engagement, mit dem die gestellten Aufgaben bearbeitet wurden, lässt keinen Zweifel, dass die Anwesenden dem Thema durchaus zugeneigt waren und ihren Spaß daran gefunden haben.
(*)Könnte auch sein, dass die zweite Frage lautet: Wie komme ich möglichst effektiv und sicher an mein Ziel? 

Montag, 18. Februar 2013

Jahresrückblick 2012 (oder 2013?)

Alle Jahre wieder....

Auf diesen Termin freue ich mich immer schon, wenn die Saison sich dem Ende neigt! Einmal noch die gesamte vergangene Saison Revue passieren lassen, sich an die schönen Momente erinnern, überrascht sein, wie viel wir im vergangenen Jahr unternommen haben und die Bilder der anderen sehen.

Es ist Entspannung pur, in den Bildern zu versinken und sich von der Musik tragen zu lassen. Beim Anblick der Bilder und dem Erinnern an die Aktivitäten bekomme ich immer das Gefühl, dass ich ein unverdient reiches Leben führe. Ich wohne in einer Gegend, die so viel Natur und Erleben bietet und ich kann mit meinem Boot zu Orten fahren und Dinge erleben, die andere nur aus dem Fernsehen kennen. Und diese Dinge zu tun, macht einen unglaublichen Spaß - und es mit anderen zu teilen noch mehr. Und wenn es nur ist, dass ich den Kranichen dabei  zusehe, wie sie majestätisch in die Abendsonne ihren Schlafplätzen entgegen fliegen...

Vielen Dank an Birgit, die uns diesen Abend schon seit vielen Jahren ermöglicht!

Montag, 11. Februar 2013

Fahrtenplanung 2013

Heute sind wir zusammengekommen, um uns für das kommende Jahr mit unseren Fahrten abzustimmen. Es sind beide Seiten erschienen: Anbieter und Nachfrager. Entweder um auf diesem Markplatz ihre "Ware" anzubieten und auch ein bisschen anzupreisen oder um mal zu sehen, worauf man sich denn die nächsten Wochen und Monate freuen kann.
Und natürlich kommen wir auch deswegen zusammen, damit wir vielleicht die eine oder andere Kollision der Fahrtentermine schon im Vorfeld vermeiden können. Besonders der August ist umkämpft - er müsste mindestens zwölf Wochenenden haben, damit man alles, was man eigentlich in ihm unterbringen möchte, auch unterbringen kann.

Aber schließlich finden wir für alle Angebote eine akzeptable Lösung - und besser wir wissen nicht, wie wir die vielen Touren und Veranstaltungen platzieren sollen, als dass wir Mühe haben, genügend Freiwillige zu finden, die überhaupt etwas anbieten möchten.

Montag, 28. Januar 2013

Fische in der Ostsee

Karen hat wieder einen ihrer Kollegen gewinnen können, bei uns einen Vortrag zu halten. Diesmal ist es der Diplom-Biologe Uwe Hartmann, der uns etwas über die Fische in unserem Paddelrevier erzählen wird.

Der Vortrag ist schon in seiner Form ungewöhlich, denn Herr Hartmann benötigt weder einen Beamer noch eine Leinwand, kein Flipchart oder sonstiges technisches Gedöhns. Er redet einfach aus dem Stand und schöpft aus seinem umfassenden Wissen. Er folgt einem klaren Konzept und kann die Dinge interessant und fesselnd vermitteln. Ein schöner Kontrast zu den sonst gängigen Vorträgen.

Es gibt viel Überraschendes zu hören, z.B. dass die allfälligen Meldungen über eine zu intensive Befischung der Ostsee samt und sonders jeglicher Grundlage entbehren. Wir erfahren Details über Maschengrößen und -formen von Fischereinetzen, von denen wir vorher nicht einmal geträumt haben, dass sie eine derart wichtige Rolle im Geschäft der Berufsfischerei spielen.

Auch über das Wechselspiel von eingeschleppten und heimischen Arten erfahren wir Interessantes und Überraschendes. Und dass die Zyklen, in denen die Vorgänge in der Natur ablaufen, länger sind, als dass wir sie als Einzelne verfolgen könnten. Dazu bedarf es dann doch einer genauen, wissenschaftlichen Beobachtung.

Ich finde es schön, wenn wir in unseren Veranstaltungen auch mal über unseren Süllrand hinaus blicken können und in andere Themengebiete Einblick erhalten. Es zeigt sich doch immer wieder: Wenn man nur tief genug in ein Thema hineinblickt, hat jedes Interessantes und Fesselndes zu bieten.

Sonntag, 27. Januar 2013

Korsika!

Seit langen Jahren muss Jörg im Sommer immer nach Korsika fahren. Mit seinem "Avekle", der Dorothea. Und wenn die beiden dann wiederkommen, sind sie immer ganz beseelt und es gibt eine Menge zu erzählen von den Touren und Wanderungen und vom Wein und den Oliven und den wilden Wassern. Die vergangenen Jahre hat er immer einzelne im Verein damit bearbeitet. Dieses Jahr haben wir ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, aus dem Erlebten und Gesehenen einen Vortrag für alle zu machen. Er hat sich ohne Gegenwehr ergeben!

Auch das Avekle ist mit und beide entführen uns heute Abend in die Berge, an die Strände und in die Buchten und Schluchten der viertgrößten Mittelmeerinsel und lassen uns spüren, was diesen Ort so infektiös macht und warum es sie immer wieder hin zieht.
Sie nehmen uns mit auf Wanderungen in die Tausende Meter hohen Berge, die einen fantastischen Blick über die Insel und das Meer bieten, sie erzählen uns von der Insel, ihren Bewohnern, deren Gebräuchen und Geschichte. Denn Jörg wäre nicht Jörg, wenn er es beim einfachen Bilder-Zeigen beließe und sie nicht einen umfassenden kulturellen und geschichtlichen Zusammenhang zu stellen. Ganz nebenbei lernen wir auch den Namenspatron von Jörgs Boot "Cptn. Früdden" kennen. Wir fahren mit "ihm" eine wunderschöne Küste entlang, in verschwiegene Buchten und zu einsamen Stränden.

Und wir sehen, dass Korsika auch anders kann: da gibt es Tage, an denen man sein Boot lieber nicht ins Wasser setzt, wenn es einem etwas wert ist - und wenn man am Leben hängt. Ein Meer, so tief und groß wie das Mediterane, kann furchtbar große Wellen gebähren, die donnernd auf den Strand brechen, an dem Dorothea gestern noch (Bildschirmschoner-reif) unter dem Sonnenschirm lag.


Und Korsika hat nicht nur Küste sondern auch Wildwasser. Und Jörg wäre nicht Jörg, wenn er diese Gelegenheit nicht wahr nehmen würde, sich in den weißen Schaum der eiskalten Bäche zu stürzen! Über die Jahre hat er einen reichen Schatz an Erfahrungen auf den unterschiedlichsten Flüssen der Insel zusammengepaddelt - und Bilder und Filmchen davon mitgebracht. Es macht Spaß, sie anzusehen, es ist aber nicht immer entspannend, wenn man sieht, mit welcher Wucht das Wasser zwischen den Felsen nach unten rauscht.

Unterm Strich und am Ende des Abends bleibt uns nur ein Dankeschön an die Beiden für dieses bilderreiche Unterhaltung zu sagen!

Montag, 14. Januar 2013

Schwedenbilder

Schweden steht als Urlaubsziel bei unseren Vereinsmitgliedern hoch im Kurs. Bei denen, die schon da waren, wie bei denen, die noch hin wollen. Was lag da näher, als einmal von denen, die schon mal da waren, Bilder für die, die noch hin wollen und alle anderen präsentieren zu lassen. Klaus-Peter hatte diesen ebenso einfachen wie genialen Gedanken und hat neben sich selbst noch Betzi, Sven und mich als Vortragende gewinnen können. Sven hat auch noch ein Konzept gemacht, wie wir die Präsentation der unterschiedlichen Orte in eine sinnvolle Reihenfolge bringen können. Das setzte nur voraus, dass sich jeder Vortragende gemerkt hatte, für welches Gebiet er eine Präsention angemeldet hatte. Und ich hatte natürlich komplett vergessen, was ich mal vor langen Wochen irgendwem zugesagt hatte! Aber ich hatte zu den angekündigten Themen Bilder dabei und so klappte alles wie am Schnürchen.


Auch wenn die Bilder immer wieder Wasser, Steine, Himmel und Boote zeigen, waren die Vorträge kurzweilig und boten die Gelegenheit, einmal in konzentrierter Form über die unterschiedlichsten Gebiete in Schweden Anschauungsunterricht aus erster Hand zu erhalten. Es ging von den Ostschären bei Misterholt über den Mälarensee bei Stockholm und das Kanu-Dorado Dalsland bis zu den kahlen Schären der Westküste vor Orust und Lysekil.


Auch was das Wetter anging, war alles dabei: von strahlend schwedisch-blauem Himmel bis zum heftigen Hagelschauer, bei dem man schleunigst Schutz suchen muss.


Montag, 10. Dezember 2012

Colorado...

... nein - nicht von Haribo - sondern von Hans Memminger!

Der packende Film reisst den Zuschauer mit hinein in die tobende Hölle explodierender Wassermassen, aus denen es nach menschlichem Ermessen kein zurück mehr zu geben scheint.

Drei Wochen war der Expeditionsfilmer 1977 in den Schluchten des Grand Canyons unterwegs, um eines der waghalsigsten Abenteuer unserer Zeit zu dokumentieren: mit dem Kajak durch die 450 Kilometer lange Schlucht, die sich einer der wildesten Flüsse der Welt in Millionen von Jahren durch das Gestein gefressen hat.

Neben der rasenden Jagd durch die tosenden Strudel des Hochwasser führenden Colorados, in denen sich Kajaks wie hilflose Nußschalen ausmachen, zeigt Memminger die unglaublichen Naturschönheiten zwischen den kilometerlangen Steilwänden der Schluchten. Hans Memmingers Wildwasserklassiker schlechthin. Er lässt den Zuschauer bis zur letzten Minute selbst zum Teilnehmer an dem einzigartigen Abenteuer werden.

Montag, 26. November 2012

Bootshalle und Bootswagen

Wegen der momentanen großen Veränderungen in unserer Bootshalle ist an eine Fortsetzung unserer Gymnastikstunde im Moment nicht so recht zu denken. Da montags aber immer eine Veranstaltung im Vereinsheim angesetzt ist, zu der wir eh auflaufen, haben wir unseren Termin kurzerhand in ein allgemeines Schuften für den Umbau umgewidmet.

Heute ist das Umräumen der zahlreichen Bohlen und Bretter angesetzt, die seit gefühlten hundert Jahren auf dem Dach unserer Werkstatt vollstauben. Es sind wirklich wunderschöne, furchtbar lange, furchtbar schwere, furchtbar normale Baubohlen, die man bestimmt noch mal gebrauchen kann. Ebenso dringend brauchen wir vermutlich die Unmengen von Vertäfelungsbrettern - keines über einen Meter lang.
Zu zweit ist es keine große Tat, die Dinge unter unser kleines Schleppdach am Poloschuppen zu schaffen. Danach haben wir das Gefühl, der Welt und dem Verein einen kleinen Gefallen getan zu haben und begeben uns zufrieden in Mirkos gemütlichen Gastraum. Dort erwarten wir die Gäste zu unserem heutigen Thema: Bootswagenschau.

Es geht um den so unterschätzten Ausrüstungsgegenstand, der mir schon manchesmal unschätzbare Dienste geleistet hat und ohne den so manche Tour hoffnungslos verloren gewesen wäre. Nach einigen Bildern über typische Anwendungsfälle verschwenden wir ein paar Gedanken an typische Probleme beim Einsatz. Soll man lieber ziehen oder schieben? Soll man den Bootswagen lieber am Ende oder lieber in der Mitte unter das Boot schnallen? Am Ende stelle ich meine drei Bootswagen vor, die jeder seine Berechtigung (gehabt) haben. Diejenigen, die ihren eigenen Bootswagen mitgebracht haben, führen ihn vor und erläutern, was sie daran so lieben, was ihnen Probleme macht und was ihnen den letzten Nerv raubt.

Montag, 12. November 2012

Seezeichen und so...

Nachdem wir etwa ein Dutzend Boote aus unserer Halle in die des Nachbarvereines getragen und dort auf die allerobersten Regalplätze geschoben haben, sammeln wir uns im heute verwaisten Gastraum des Kanü. Es ist der erste Themenabend der Saison angesetzt, bei dem Karen vor allem für unsere neuen Mitglieder etwas über die seeverkehrsrechtlichen Aspekte erzählen möchte, mit denen wir bei der Ausübung unseres Hobbys unweigerlich konfrontiert sind.Wir hören zuerst etwas abstraktes über die maßgeblichen Verordnungen wie die Kollisionsverhütungsregeln und die Seeschifffahrtsstraßenordnung, über Kurshaltepflicht und Ausweichpflicht, sowie über tiefgangbehinderte und manövrierunfähige Fahrzeuge. Alles wichtig, aber merken kann man sich das nicht, wenn man es das erste Mal hört. Keine Sorge, ihr werdet es noch öfter zu hören bekommen!
Später wird es etwas realitätsnaher: Karen hat sich viel Mühe gemacht, ihre Spielesammlung geplündert und sämtliche Pöppel daraus so angemalt, das jeder einer Tonne auf der Förde zum Verwechseln ähnlich sieht! Es ist an uns, sie an die korrekte Stelle auf der ausliegenden Seekarte zu platzieren. Wenn man sich das Werk hinterher ansieht, merkt man erst, wieviele Tonnen wir hier auf der Förde haben! Und jede hat ihre individuellen Eigenschaften! Bestimmt werden wir ihnen in Zukunft ganz anders begegnen - eher wie einem lange nicht gesehenen Freund als wie einer bunten Blechkanne!
Die meisten der ausliegenden Tonnen dienen dazu, die beiden die Förde durchziehenden Seeschifffahrtsstraßen zu kennzeichnen. Es wird ausführlich über die in diesen Bereichen geltenden Fahrregeln gesprochen und dass für uns als Kajakfahrer dabei die Ausführungen für Maschinenfahrzeuge gelten. Und dass hier unter günstigen Umständen nicht gilt: Seglern ist immer auszuweichen! So notwendig das Wissen über die Regeln in den Fahrwasser auch ist, für uns Wassersportler sollte gelten, dass wir nach Möglichkeit die für die Berufsschifffahrt notwendigen Flächen freihalten und uns vornehmlich außerhalb der Fahrwasser aufhalten sollten - und zwar so, dass eindeutig zu erkennen ist, dass wir das Fahrwasser nicht benutzen.

Mittwoch, 16. März 2011

Kleine Algen - große Wirkung

Mittwoch, 16. März



Heute entführten uns Karen und Jeannette vom LLUR in die Welt der Algen, des Planktons und der Muscheln. Zuvor waren mit einem Planktonnetz die Algen aus der Förde gefischt und vom Steg die Muscheln entfernt worden. Diese sahen wir abends unter dem Mikroskop und erfuhren sehr viel über die Algenbewegung in der Ostsee und deren Veränderung. Interessant fand ich auch, welche Algen etwas gefährlich und teilweise sogar toxisch sind. Es war wieder einmal ein spannender Abend.


Klaus-Peter

Mittwoch, 9. März 2011

Regeln beim Paddeln auf der Förde

Mittwoch, 9. März

Wir haben das Glück, eine riesige Wasserfläche direkt vor der Nase unseres Vereins zu haben. Da können wir nach Herzenslust unserem Hobby nachgehen und diese Fläche mit unseren Booten durchpflügen. Aber leider gibt es da außer uns auch noch andere Verkehrsteilnehmer, die ein gewisses Interesse daran haben, die Förde zu nutzen. Da sind die Frachter, die Kreuzfahrer, die Fähren der KVAG, die Angler, die Segler, die Motorboote, und und und... . Da ist es eigentlich nicht anders zu bewerkstelligen, als dass alle sich an gewisse Regeln und Vorschriften halten. Die Vorschriften, die für den Verkehr auf der Förde gelten, sind die Seeschifffahrtsstraßen-Ordung (SeeSchStrO), die Kollisionsverhütungsregeln sowie die Hafenbenutzungsordnung. Um die geht es in dem Vortrag heute abend, sowie um alle weiteren Erscheinungen und Regelungen, mit denen wir auf unserem heimischen Revier konfrontiert werden. Da sind die speziellen Regelungen für den Nordostsee-Kanal aber auch die Seezeichen und Schallsignale.

Insgesamt vom Thema her ein eher dröges Brot, aber trotzdem hat sich eine erstaunliche Menge Interessierter heute abend eingefunden. Es freut mich, wenn das Interesse an einer soliden Ausbildung unter den Kieler Paddlern so groß ist und es freut mich besonders, dass sich auch Interessenten aus den anderen Kanuvereinen dazu gesellen. Aus der aktiven Beteiligung und dem Engagement des Auditoriums schließe ich, dass ihnen der Abend trotz des drögen Themas nicht langweilig wurde.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Knotenkunde

Mittwoch, den 9. Februar

Heute steht Knotenkunde auf dem Programm. Ich weiß zwar schon alles über Knoten, aber Knotenkunde ist immer amüsant. Karen erzählt etwas zur Geschichte von Knoten, das hatte ich noch nicht alles gewusst. Und dann machen wir die Knoten, die ich ja alle schon kenne. Doch da erfahre ich, dass ich fünfzig Jahre lang die Schleifen an meinen Schuhen immer nur suboptimal gebunden habe! Und dann gibt es den Palstek und andere Knoten jeweils in linker und rechter Ausführung! Nie gehört!
Doppelter Schotstek, in linker und rechter Ausführung
Auch wenn ich schon so oft Knoten geübt und mich damit befasst habe, es gibt immer wieder neue Geheimnisse, die sich einem erschließen, wenn man sich mit ihnen einlässt

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Fahrtenplanung auf Fließgewässer – Tipps und Anregungen

Mittwoch, 8. Dezember


Heute stand am Mittwochabend die Vorbereitung einer Flusstour auf dem Programm. Neben der Literaturrecherche, Ein- und Aussatzstellen und Rastplätze ging es auch um Befahrungsregelungen und die Gefahr bei Wehranlagen. Nebenbei wurden auch Begriffe wie „Gierseilfähre“ oder „Drempel“ erläutert.

Klaus-Peter

Mittwoch, 24. November 2010

Bilder von Anglesey

Mittwoch, 24. November


Letzten Mai bin ich bei Nigel Dennis in Wales gewesen. Das war für mich ein Aufbruch in eine neue, faszinierende Welt. Natürlich habe ich dort Fotos gemacht und heute habe ich sie im Klub gezeigt. Ich war sehr erfreut über das große Interesse, mit dem ich gar nicht gerechnet hatte. Nach den Rückmeldungen zu urteilen, haben die Bilder und der Vortrag den meisten ähnlich gut gefallen, wie mir die Fahrt selbst. Es ist ein echtes Geschenk, dass man mit Bildern und der zugehörigen Technik fast genauso gut eine Reise machen kann, als wenn man sich wirklich auf die Fähre nach Lisbeth's Land begibt.

Mittwoch, 27. Januar 2010

Tourenplanung Tidengewässer


Mittwoch, 27. Januar


Ich habe mich heute nicht getraut, den Hügel zu unserem Parkplatz mit dem Auto hinunter zu fahren! Es hat so sehr geschneit und gestürmt, dass ich fürchtete, nachher nicht wieder hinauf zu kommen! Eigentlich hätte ich kaum erwartet, dass sich jemand durch dieses Wetter kämpfen würde um meinem Vortrag zu lauschen. Aber dann ist trotz dieser widrigen Umstände doch noch eine erkleckliche Anzahl an Zuhörern zusammengekommen. Sogar der gesundheitlich schwer angeschlagene Klaus-Peter hat es sich nicht nehmen lassen, mir die Ehre zu erweisen! Respekt!

Ich hatte außerdem Bedenken, dass das Thema vielen vielleicht etwas zu dröge werden könnte, denn es sind nicht weniger als 82 Folien bei der Vorbereitung zusammengekommen, die ich heute abend auf das Auditorium loslasse. Hinzu kommen noch kleine Aufgaben, die mit Gezeitenkalender, Strömungsatlas und Seekarte zu bearbeiten sind. Aber in den Gesichtern ist keine Müdigkeit zu erkennen - im Gegenteil: es entstehen immer wieder lebhafte Diskussionen, die ich etwas im Zaume halten muss, damit wir nicht gar zu sehr zeitlich aus dem Ruder laufen. So sind mehr als zwei Stunden vergangen, als ich meine letzte Folie auf die Leinwand werfe.

Für manchen war es eher die Auffrischung von ehemals gehörtem, aber schon mit einer leichten Staubschicht bedecktem Wissen, für mache war es eine erschlagende Fülle - aber für alle wurde allen (wieder) bewusst, dass man sich bei einer Tour auf einem Tidengewässer eben doch einige Gedanken machen muss, bevor man "Geht klar!" rufen kann!

Mittwoch, 20. Januar 2010

Aaland-Inseln



Mittwoch, 20. Januar

Thomas vom ETV zeigt uns heute Bilder von seinem Sommerurlaub mit Angelika auf den Aaland-Inseln. "Auf den Bildern ist eigentlich nichts besonderes zu sehen: Nur Wasser, Steine und Himmel!", gibt Thomas gleich zu Anfang zu bedenken. Aber es ist etwas besonderes! Es sind all die Dinge zwischen den Steinen, dem Wasser und dem Himmel zu sehen, weswegen wir unseren Sport so lieben: Die Natur, die Einsamkeit, die Bewegung, die frische Luft, die Begegnung, das Unbekannte, die Ruhe, die Entspannung. Man konnte förmlich an den Gesichtern der beiden Paddler sehen, wie die Entspannung in immer tiefere Schichten ihres Wesens sickerte.



Die Gesamtstrecke, die die beiden zurückgelegt haben war beachtlich und sie haben sich dabei größtenteils in Gegenden aufgehalten, wo Paddler normalerweise nicht so häufig unterwegs sind. Ich finde besonders spannend die vielen kleinen Tipps und Informationen am Rande. Wie man es schafft, sich trotz der Vielzahl und Unübersichtlichkeit der Inseln nicht zu verirren, wie man sich vierzehn Tage verpflegt, ohne Hunger leiden zu müssen, oder dass man doch darauf achten sollte, dass der östliche Teil des Archipels, das "eigentlicht Finnland" eben tatsächlich Finnland ist und damit eine Stunde voraus!

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Natur, Kultur und Paddeln




Mittwoch, den 9. Dezember

Eine Reise an die Loire und die Dordogne - die haben Karen und Klaus-Peter im vergangenen Sommer gemacht. Heute zeigen sie uns Bilder von ihrer Tour:

"Im September 2009 haben wir diesmal unseren Urlaub nicht im Norden, sondern im Herzen und im Süden von Frankreich verlebt. Unter dem Motto "Kultur, Natur und Paddeln" waren wir auf der zuerst auf der Loire, wo wir sechs Etappen gepaddelt sind. Später besuchten wir an einem Tag die Vezere und paddelten am Ende des Urlaubs in der großartigen Landschaft der Dordogne."

Mittwoch, 25. November 2009

Bilder von Russland

Mittwoch, den 25.11.

Eine für den Durchschnittskanuten etwas ungewöhnliche Reise hat Jürgen unternommen. Er zeigt uns heute Bilder von seinem Urlaub mit der Familie in Russland. Wir wissen viel über so ferne Länder wie Amerika, Australien und Neuseeland. Aber über das eigentlich so nahe Russland wissen wir erstaunlich wenig.

Dabei bietet das Land eine Fülle von fantastischen Möglichkeiten, wie Jürgen mit dem Kanu abgelegene Flüsse zu erkunden. Wenn sich das Land und die Beziehungen weiter entwickeln - wer weiß, vielleicht wird Russland in Zukunft häufiger das Ziel von Kanutouren.

Mir haben es insbesondere die vielen "privaten" Brücken über die Flüsse angetan. Da der Staat einerseits nicht alles regelt und nicht für jedes Dorf eine Brücke baut, das eine brauchen würde, er aber andererseits auch keine großartige Kontrolle privat erstellter Bauten durchführt, nimmt "der Russe an sich" die Sache gern selbst in die Hand. Da werden entweder in einer Art Baumark Standard-Brückenelemente gekauft, oder einfach irgendwelche ausgedienten Bestandteile ehemaliger Industrieanlangen recycled und damit eine Brücke in Eigeninitialtive erstellt. Da wo man sie gerade braucht. Benutzung auf eigene Gefahr!

Für Paddler haben diese Kunstwerke russischer Improvisationskunst aber leider den Nachteil, dass sie natürlich in keiner Karte verzeichnet sind und andererseits häufig noch nicht einmal die für einen Kanadier erforderliche Mindestdurchfahrthöhe besitzen. So ist manches Mal ebenfalls Improvisationskunst vonnöten, um diese Hindernisse zu überwinden.

Freitag, 28. August 2009

TDK - Paddeln und Kultur


Freitag, 28. August


Im Rahmen des Tags des Kanusportes hat Dieter vom Kieler Kanu Klub eine Führung durch die Kieler Innenstadt angeboten. Etwa 20 Paddler sind seinem Aufruf gefolgt und lassen sich von ihm über die bewegte Vergangenheit der Stadt informieren. Viel Mühe hat er sich gemacht und beeindruckende Bilder von alten Ansichten herausgekramt. So wusste ich gar nicht, dass das gesamte Gelände, auf dem unsere beiden Klubs stehen früher noch zur Förde gehörte und wir nur deswegen festen Grund unter den Füßen haben, weil hier der gesamte Trümmerschutt aus dem 2. Weltkrieg in die Förde gekippt wurde.

Höhepunkt um wahrsten Sinne des Wortes war die Besteigung des Rathausturmes, von dem aus man einen phantastischen Blick auf die Stadt genießt. Mit der gerade genossenen Hintergrundinformation sieht man die Stadt gleich mit ganz andern Augen.

Mittwoch, 18. März 2009

"Die Nordsee in meiner Hand"


Mittwoch, 18. März

Heute stellt uns Jörg Knorr einen Diavortrag über seine Tour entlang der gesamten deutschen Nordseeküste vor. Anders als in dem legendären Buch "Amphibische Reise" beschrieben beginnt Jörg seine Tour auf Römö in Dänemark und beendet sie auf der ostfriesischen Insel Borkum. Er nimmt uns mit durch die Watten und Wellen der nordfriesischen Halligwelt, vorbei an ebenso knopfäugig wie neugierig blickenden Seehunden und fragt uns "Was sucht Lars bei Nina im Bett?" Mit diesem Spruch als Eselsbrücke kann man sich die Reihenfolge der ostfriesischen Inseln merken: Wangerooge, Spieeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist und Borkum. Besonders Spiekeroog hat es dem Vortragendem unverkennbar angetan. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Insel in der nächsten Zeit noch mehr Zulauf von Paddlern erhält, als dass momentan schon der Fall ist!