Donnerstag, 4. Juni 2009

Bootsreparatur

Donnerstag, 4. Juni



Letztes Jahr im Spätsommer ist der "Floh" vom Autodach gesprungen und hat sich allerhand gebrochen. Jens hat sich dankenswerter Weise bereit erklärt, uns sein Wissen als Bootsbauer zur Verfügung zu stellen und dem Patienten in einer gemeinsamen Aktion wieder zu Form zu verhelfen.

Das ist eine echte Herausforderung, denn teilweise ist von der ursprünglichen Form nicht mehr viel Verwertbares anzutreffen. Nach bislang vier Operationen macht sich aber schon wieder Zuversicht breit, dass da mal wieder ein Boot draus werden kann. Die Hoffnung der Teilnehmer besteht auch darin, bei künftigen Reparaturfällen vielleicht das Zepter mal selbst in die Hand nehmen zu können.

Montag, 1. Juni 2009

Familienfahrt

Pfingsten 2009



Die Wettervorhersage für das Pfingstwochenende war gemischt, so dass ich dachte: Gut, das ist wenigsten akzeptabel. Was dann allerdings dabei herauskam, sprengte alle Erwartungen: Sonnenschein pur an allen drei Tagen dazu ein nicht allzu hindernder Wind aus Nordosten! Perfekte Bedingungen!

Dieses Jahr waren derart zahlreiche Anmeldungen eingegangen, dass ich im Vorfeld schon nach der Möglichkeit eines Ausweichsplatzes fragen musste. Auch mit der Anzahl der Boote waren sowohl die Möglichkeiten des Vereins restlos ausgeschöpft wie auch die Transportkapazität der mitgeführten Autos. Letztlich hat aber doch jeder Paddelwillige einen Bootsplatz abbekommen und alle Boote sind wohlbehalten am Haddebyer Noor eingetroffen. Es ist imemr wieder erstaunlich, wie lange man mit so einem Tross braucht, um letztlich in Wallung zu kommen!

Am Noor finden wir unseren Platz wunderbar gemäht vor und wir schaffen es nach einigem rangieren sogar, alle Zelte darauf unterzubringen. Niemand muss also ausgelagert werden! Diesmal sind wieder besonders kleine Kinder dabei, das jüngste ist erst sieben Monate alt, hat aber schon eine kräftige Stimme. Die Eltern mit den größeren Kindern erinnern sich an die Zeit, als ihre eigenen Sprösslinge so lautstark mit ihrem kleinen Leben gehadert haben und sonnen sich in der Tatsache, diese Phase hinter sich zu haben. Das macht den Eltern der kleineren Kinder Mut, dass auch ihre Kinder diesen Zustand irgendwann überwinden.

Das obligatorische Grillen, bei dem sich jeder bei den mitgebrachten Salaten bedient, geht nahtlos in das gemeinsame Singen über. Tapfer überstehen wir auch Svens Lieblingslieder, die meist etwas düster von Tod und Thule und gespaltenen Köpfen mit Pest und Cholera handeln. Aber uns würde etwas fehlen, wenn wir auf sie verzichten müssten!

Auch das Paddeln kommt diesmal nicht zu kurz. Eine kleine Truppe unternimmt noch einen Ausflug auf die Schlei, wo wir uns das Gelände der letztjährigen Landesgartenschau ansehen. Um unter dem Damm hindurch wieder zurück ins Noor zu gelangen, müssen wir uns herzhaft anstrengen, denn durch den nachlassenden Ostwind baut das in die Schlei zurücklaufende Wasser eine heftige Strömung gegen uns auf.

Samstag, 9. Mai 2009

Kids-Festival

Samstag, 9. Mai

Die Stad Kiel veranstaltet heute das alljährliche Kids-Festival. Dazu trägt die Kanu-Vereinigung Kiel ihren Beitrag bei, indem wir den Kindern die Möglichkeit geben, mal im Kajak oder im Poloboot zu fahren und zu erleben, wie sich so etwas anfühlt. Es finden sich auch einige Kinder, die sich trauen, sich einmal in so kippelige Dinger zu setzen und sie mutig ausprobieren. Insgesamt ist das Interesse dieses Jahr deutlich geringer als in den letzten Jahren. Möglicherweise hängt es auch damit zusammen, dass wir unser Informationsmaterial nicht so werbewirksam postieren können, da der scharfe Ostwind es uns sonst sofort vom Tisch räumt. Wir werden uns für das nächste Jahr geeignete Maßnahmen überlegen.

Sonntag, 26. April 2009

Regionales Sicherheitstraining

Samstag, 26. April




Dank der zahlreichen Sonnentage Ende April hat sich die Förde auf gnädige 10 Grad erwärmt! Das ist das eine akzeptable Temperatur, um Rettungstechniken auf und im Wasser zu üben. Zu diesem Zweck haben sich anderthalb Dutzend Paddler aus unserem Verein und von der Salzwasserunion bei uns eingefunden. Bei strahlendem Sonnenschein, angenehmen Lufttemperaturen und einem forschen Ostwind werden zuerst einige theoretische Aspekte an Land durchgegangen und die dabei gesehenen Techniken danach auf dem Wasser praktiziert. Am Nachmittag geht es zum Schwentineschwall, der heute besonders viel Wasser in die Förde speist. Dort können wir am praktischen Beispiel erfahren und üben, dass man im "Wildwasser" eigentlich genau zur anderen Seite stützt und lehnt, als man das vom Salzwasser her gewohnt ist. Eine lohnende Erfahrung!

Zurück vor unserem heimischen Klub werden noch mal die letzten nassen Rettungstechniken geübt. Es zeigt sich auch hier wieder, dass allein die Kenntnis der Techniken noch nicht hinreicht, sie sicher zu beherrschen - man muss sie auch regelmäßig praktizieren, damit sie im Bedarfsfalle ohne nachzudenken abrufbar sind!

Die Veranstaltung klingt aus mit einem gemütlichen Beisammensein in unserem Klubheim bei Kassler, Hering und Satarasch, das Slavko, Maja und ihre Truppe für uns bereitet haben.

Sonntag, 19. April 2009

Anpaddeln

Sonntag, 19. April




"Wind O 5. Höchsttemperaturen 5 Grad", so lautete die Wettervorhersage noch gestern abend. Da war mir doch etwas mulmig zumute und ich war mir sicher, dass ich mein Angebot zum Umsetzen mit Trailer wahr machen werden müsste. Heute morgen sah die Welt aber viel versöhnlicher aus: "Wind O 2-3, Höchsttemperaturen 13 Grad, solare Einstrahlung - ungebremst!" Überaus pünktlich versammeln sich die Paddler der KVK vor ihrem Klubheim um fast zeitgleich mit dem Trupp des Nachbarvereins abzulegen. Das gab es noch nie! Nur eine Paddlerin kam deutlich verspätet zum Steg - mit so einer lächerlichen Begründung, dass man sie im Bootshaus eingeschlossen hatte!

Gemeinsam fahren wir zur Umsetzstelle in Neumühlen, bei der wir uns letztes Jahr noch arg gequält haben. Heute geht es mit der neuen Fisch- und Bootsrutsche deutlich einfacher und schneller. Helga grüßt uns von den Brücken unterwegs, denn sie legt den Weg zum Vereinsgelände des TSV Klausdorf zu Fuß zurück, das wir dieses mal aber vor ihr erreichen. Beim ETV gibt es dann Kaffee, Kuchen und Würstchen. Letztere sind aber auf Grund der unerwartet hohen Nachfrage schnell erschöpft. Trotzdem eine gelungene Veranstaltung - ein herzliches Danke an alle an der Organisation Beteiligten!

Pünktlich um 15 Uhr treffen wir wieder auf unserem eigenen Vereinsgelände ein, wo der Grill schon angefacht und der Kakao von unserem Festwart angerührt ist. Hier klingt der Tag bei gemütlichem Klönschnack in strahlendem Sonnenschein aus.

Die Saison ist eröffnet! Jetzt kann gepaddelt werden, dass sich die Balken biegen!

Donnerstag, 19. März 2009

Warmer Regen

Donnerstag, 19. März

Für diesen Fall günstige Umstände haben es mir ermöglicht, heute im Haus der Fördesparkasse eine Spendenurkunde für unseren Verein entgegen zu nehmen. Zusammen mit etwa 60 weiteren Vertretern anderer Vereine und Organisationen wurde ich in den Tagungsaal des Geldinstituts gebeten. Dort hielt ein Vertreter der Sparkasse eine geschmeidige Rede, die erfreulich knapp gehalten war und das Hohelied auf das Ehrenamt in der Gesellschaft darstellte.

Die Empfänger der Spenden wurden einzeln aufgerufen und es wurde jeweils der im Spendenantrag genannte Verwendungszweck erwähnt. Ich war sehr beeindruckt, von der Breitbandigkeit der vertretenen Organisationen und der Vielfalt der Projekte. Das ging von einem Verein zur Förderung Gehörgeschädigter, der den Betrag für neue Stuhlbezüge einsetzen will, über einen Verein zur Jugendförderung, der gerne eine "Niederseilgarten" (nie gehört, aber klingt logisch, denn da braucht man nicht die aufwendige Sicherung wie bei einem Hochseilgarten!) aufbauen möchte, bis zu einem Tauchverein, der neue Tauchanzüge kaufen möchte, weil die Kinder des jetzigen Jahrgangs viel dünner sind als die des vorherigen!

Es hat keine viertel Stunde gedauert, da waren 120 Tausend Euro verteilt! Aber ich hatte den Eindruck, dass das mal ein Geldbetrag ist, der wirklich gut und sinnvoll investiert ist! Und zu guter Letzt hat unser Verein hier ja auch einen spürbaren Rückenwind bekommen, den wir zur Förderung unserer Jugendarbeit nutzen werden.

Mittwoch, 18. März 2009

"Die Nordsee in meiner Hand"


Mittwoch, 18. März

Heute stellt uns Jörg Knorr einen Diavortrag über seine Tour entlang der gesamten deutschen Nordseeküste vor. Anders als in dem legendären Buch "Amphibische Reise" beschrieben beginnt Jörg seine Tour auf Römö in Dänemark und beendet sie auf der ostfriesischen Insel Borkum. Er nimmt uns mit durch die Watten und Wellen der nordfriesischen Halligwelt, vorbei an ebenso knopfäugig wie neugierig blickenden Seehunden und fragt uns "Was sucht Lars bei Nina im Bett?" Mit diesem Spruch als Eselsbrücke kann man sich die Reihenfolge der ostfriesischen Inseln merken: Wangerooge, Spieeroog, Langeoog, Baltrum, Norderney, Juist und Borkum. Besonders Spiekeroog hat es dem Vortragendem unverkennbar angetan. Es ist nicht auszuschließen, dass diese Insel in der nächsten Zeit noch mehr Zulauf von Paddlern erhält, als dass momentan schon der Fall ist!

Samstag, 14. März 2009

5 Bälle Tour

Samstag, 14. März




Wiebke bietet heute eine Tour auf der oberen Treene an. Es geht durch dick und dünn und drüber und drunter. Die Ausbeute am Ende: Fünf Bälle unterschiedlichster Form und Größe! Lohnt sich also auf jeden Ball, so eine Tour!

Freitag, 13. März 2009

Testpaddel



Auf der letzten Seekajak-Woche habe ich mir einen Vortrag von Jochen Lettmann zum Thema "Paddel" angehört. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass man so lange und so interessant über diese Geräte sprechen könnte! Danach habe ich Kontakt zur Firma Lettmann aufgenommen und nach der Möglichkeit gefragt, Testpaddel auszuleihen, um sie in Kiel der Kanugemeinde einmal zur Verfügung zu stellen. Mein Vorschlag wurde sehr interessiert aufgenommen und positiv beschieden.



Vom heute an stehen also in der Kanu-Vereinigung Kiel zwei Ergonompaddel für drei Wochen zum Testen zur Verfügung.



Es handelt sich um Ergonom Pro Tour aus LCS 70 in geteilter Form (wegen des Postversandes)



Diese Paddel sollen von Mitgliedern aller Kieler Vereine (inkl. "Klausdorf"!) getestet werden können. Vergeben werden sie über den Wanderwart der Kanu-Vereinigung Kiel. Wer daran interessiert ist, setzt sich also am besten mit ihm in Verbindung und meldet seinen Wunschtermin an.

Mittwoch, 11. März 2009

Die Saison beginnt


Mittwoch, 11. März


Die Gymnastikgruppe hat heute ihre Aktivitäten auf das Wasser verlegt. Bei wunderschönen Wetter und mäßigem Westwind fahren wir eine Rundtour durch den unteren Teil der Kieler Förde. Bei der Querung des Fahrwassers südlich des Kanals können wir sogar etwas Rückenwind genießen. Beim Genießen vergessen wir etwas die Zeit, so dass wir uns auf der Rückfahrt sputen müssen, damit wir nicht allzu lange nach Sonnenuntergang einlaufen. Damit ist die dunkle Jahreszeit endgültig überstanden und die Paddelboote der KVK werden ab jetzt auch wieder Mittwochs die Förde bevölkern.

Samstag, 7. März 2009

Die Seapike in der Lindenauwerft

Samstag, 7. März



Heute hatten wir auf der Kieler Förde sehr moderaten Wind. Jörg lud uns bei der Glockentonne zu einem Kaffee aus seiner Thermoskanne ein, wo wir während einer kleinen Pause herumdümpelten. Im Gegensatz zu den letzten Wochenenden lag dieses Mal nur ein einziger Frachter in der Kieler Förde auf Reede. Der Schiffsverkehr war gering, so dass wir von der Glockentonne die Förde zur Tonne 5 querten und am Falckensteiner Strand vorbei zur Lindenauwerft fuhren. Dort lagen die "Admiral" und die "Avalon" zur Reparatur. Die Werftarbeiter waren fleißig an der "Seapike" am Arbeiten, die ja Mitte März ihren Stapellauf hat. Wenn man so nah an den großen Tankern vorbei fährt, fühlt man sich ganz schön klein. Nach dieser Sight-Seeing-Tour bei der Werft ging es wieder nach Hause zu unserer Kanu-Vereinigung.

Klaus-Peter

Mittwoch, 4. März 2009

GPS

Mittwoch, 4. März



Ingo erzählt uns heute etwas über GPS. Wie das System prinzipiell funktioniert, welche Bedeutung eine exakte Zeitbasis und ein definiertes Bezugssystem haben und was man damit alles machen kann. Zum Beispiel kann man damit einen vermeintlich wüsten Pfad durch die Stadt fahren und ihn mittels GPS-Gerät aufzeichnen lassen, so dass in der Draufsicht ein hübsches Bild entsteht. Oder man erzeugt riesige Geoglyphen wie den über 4 Kilometer großen Maree Man in Australien. Das Geocaching, eine Art GPS-gestützte Schnitzeljagd, hat mittlerweile eine riesige Fangemeide.

Da sind unsere Anwendungsfälle eher unspektakulär: wir wollen in der Regel nur unsere aktuelle Position wissen, unseren Kurs und die Geschwindigkeit, wie weit es noch bis zum Ziel ist und in welche Richtung es liegt. Damit das alles auch nur einigermaßen flüssig vonstatten geht, ist es genau wie bei der klassischen Navigation unerlässlich, sich vor der Fahrt zu Hause auf die Tour vorzubereiten und auch das Gerät entsprechend einzustellen.

Am Beispiel der Koordinaten des Münchner Hofbräuhauses zeigt Ingo uns deutlich, welch katastrophale Folgen das Einstellen eines falschen Bezugssystems im GPS-Gerät haben kann. Wenn man z.B. statt des für die Aufnahme der Koordinaten verwendete WGS84 das japanische System verwendet, findet man sich mehr als 500 Meter vom Tresen entfernt wieder!

Wenn dann auch noch die Batterien ihren Geist aufgeben, muss man sich doch wieder an den Inhalt des Vortrags von vor zwei Wochen erinnern, bei dem es um Navigation ohne Batterien und Displays ging.

Für den Sommer wurde schon eine Workshop vereinbart, bei dem wir mal draußen, im Sichtbereich der Sateliten die praktische Anwendung dieser tollen Technik üben wollen.