Sonntag, 13. Januar 2008

Winterfahrt

Sonntag, 13. Januar

Heute hatten wir einen schönen sonnigen Wintertag. Eckehard hatte eine Winterfahrt für alle Interessierten angeboten, bei der das gemütliche Paddeln im Vordergrund stand und nicht wie letzte Woche das Üben im kalten Wasser. Wir hatten Südwind und kamen gut voran. Unterwegs haben wir zwei Klausdorfer Kanuten und zwei Paddler vom HDK getroffen. Im Windschatten des U-Boot-Ehrenmals von Möltenort haben wir in den Kajaks eine kleine Pause gemacht, bevor wir gegen den Wind in die Innenförde anpaddeln mussten. Einen Seehund gab es diesmal nicht zu sehen, dafür konnten wir vor dem Hafenbecken 1 und 2 eine Regatta von Modellsegelbooten bewundern, die nur so über das Wasser flitzen. Der Abschluss bildete ein heißer dampfender Kakao und eine leckere Mousse-au-Chocalat-Torte im Klubheim.

Klaus-Peter

Mittwoch, 9. Januar 2008

Hydrodynamik für Kanuten

Mittwoch , 09. Januar



Heute steht ein etwas apartes Thema auf dem Speiseplan. Umso erstaunlicher, dass der Klubraum die Menge der Zuhörer kaum beherbergen kann. Die Vermutung des Vortragenden geht dahin, dass sie mehrheitlich mit dem Thema nichts anzufangen wissen und sich wohl eher aus Neugierde hierher verirrt haben. Doch die rege Aufmerksamkeit während des Vortrages zerstreut diese Theorie sehr schnell.

Es geht um Stabilität und Geschwindigkeit, um Breite und Länge, um Reibung und Wellen und was man als Kanute darüber wissen sollte. Am Ende steht die nüchterne Erkenntnis, dass, was für den einen ein stabiles Boot ist, für den anderen eine Katastrophe sein kann und dass Länge noch keine Geschwindigkeit macht, sondern dass das Entscheidende immer noch die Kraft und die Ausdauer der Besatzung sind.

Doch letztlich ist es auch überaus tröstlich zu wissen, dass bei den Geschwindigkeiten, bei denen wir Paddler in unseren Booten üblicher Weise unterwegs sind, die Unterschiede in den hydrodynamischen Eigenschaften der unterschiedlichen Boote absolut belanglos sind. So kann man sich das Schielen nach dem vermeintlich "schnelleren" aber mit Sicherheit teurerem Boot also getrost abschminken und stattdessen einfach mehr üben - wenn man denn schneller über den See huschen möchte.

Sonntag, 6. Januar 2008

Kieler Kanupolo Erfolg beim internationalen Euro Cup in Odense


Sonntag, 6. Januar

In Dänemark ist Kanupolo eine junge Sportart, hat sich allerdings in den letzten Jahren erstaunlich gut entwickelt. So lädt der Kanuclub Odense erst seit 3 Jahren jeweils am 1. Wochenende im Januar zu seinem Turnier, dem Euro Cup ein, doch schon zählt dieses Turnier für National- und Vereinsmannschaften zu den weltweit attraktivsten Wettkämpfen. In diesem Jahr reisten 16 Mannschaften aus 7 Nationen an, bei den Damen Teams aus Deutschland, Spanien, Schweden, den Niederlanden und über den Atlantik sogar das Nationalteam der USA.

In dieses erlesene Teilnehmerfeld durften auch die Damen der Kanuvereinigung Kiel, hatten sie in den Vorjahren doch vordere Plätze belegt und die Dänen noch vor wenigen Jahren mit Material, Trainingslagern und Beratung maßgeblich unterstützt.

Die Kielerinnen reisten ohne Erfolgsdruck an, denn gepaddelt wird vorm Vereinshaus auf der Kiellinie im Winter nur bei günstiger Witterung, und Wintertraining ist meist Handball-, Ausdauer- und Krafttraining; die Spielerinnen aus Odensee verfügen demgegenüber bis zu dreimal wöchentlich über ihre großzügige, warme Schwimmhalle.

Trotzdem blieb das wie entfesselt spielende Kieler Team letztlich unbesiegt, und Annette Steffens, Bente Plath, Corinna Mietz, Judith Feine, Katharina Heyden, Judith Gebert, Ortrud Kibbel und Sabine Schulzeck gewannen das Finale gegen die Gastgeberinnen aus Odense. In der Vorrunde waren Madrid mit 8:3 und die Nationalteams aus Schweden mit 7:3 sowie aus den USA mit 5:4 Toren unterlegen. Spiele gegen Keistad (Niederlande) und Odense endeten nach spannenden Szenen unentschieden mit 3-3 und 1-1. Im Endspiel zeigte sich dann ein enormer Mannschafts- und Kampfgeist der Kielerinnen entscheidend für den Endstand von 3:2 Toren. Maßgeblich entscheidend waren weiterhin wohl die langjährige Erfahrung von insgesamt ca. 60 Spielerjahren des Kieler Teams sowie die taktischen Schliche der früheren zweimaligen Weltmeisterin Ortrud Kibbel. Mit diesem Einstand blickt die Mannschaft der Kanuvereinigung erwartungsvoll in die kommende Saison und sieht sich für die erstmalig stattfindende Bundesliga im Damen Kanupolo gut gerüstet.

Sabine S.

Eismorstour

Sonntag, 06. Januar

Bei unserer diesjährigen Eismorstour waren wir sechs Teilnehmer. Eckehard hatte die Latte für die Teilnahme sehr hoch aufgehängt, denn er hatte im Vergleich zu den vergangenen Jahren Größeres vor. Das fing schon mit der reinen Paddelei an, die uns diesmal bis zur Tonne 10 nördlich des Zeltplatzes Korügen brachte. Dort angekommen wurde einer aus der Gruppe ausgeguckt, der auf jeden Fall im Boot bleiben würde, auch wenn alle anderen schwimmen. Verantwortungsbewusst, wie ich bin, habe ich mich freiwillig gemeldet!

Während ich also hier nur ein paar schüchterne Rollen exerzierte, plantschte die gesamte Bande ausgiebig im 4,5 Grad frischen Wasser. Eckehard entwickelte einen besonderen Ehrgeiz, ohne fremde Hilfe in sein Boot zu kommen und wurde durch verrutschende Rückenlehne, herumbaumelnde Seenotraketen, nicht erreichbares Paddel und die schlichte Tatsache, dass er wegen der dicken Kleidung nur äußerst knapp ins Boot passte, sehr erfolgreich daran gehindert. Beim vierten, schon deutlich langsamer ablaufenden Versuch hat er es dann aber doch erfolgreich gemeistert. Wir Zuschauenden waren deutlich erleichtert, denn viel länger hätten wir uns das nicht mehr angesehen und hätten dann einen Kampf gegen seinen Dickkopf ausfechten müssen.

Als besondere Übung versuchten wir noch, eine bewusstlos im Wasser treibende Heidi auf ein umgedrehtes Boot zu hieven, um sie, wie die DLRG es bei ihren Schwimmbrettrettungen lehrt (und praktiziert?), an Land zu schwimmen. Abgesehen von der Tatsache, dass Heide mit ihren ca 45 kg Lebendgewicht eine viel zu große Körperfülle für so eine Operation aufweist, ist das Schwimmen mit einer derartigen Last auf einem umgedrehten Boot so ineffektiv, dass wir das nur noch ca 50 Meter entfernte Ufer erst nach einer halben Stunde erreicht hätten - mit dem Wind versteht sich! Besser also, so etwas passiert einem nicht im richtigen Leben!

Auf der Rückfahrt kam uns das Tochterboot des DGzRS-Kreuzers "Asmus Bremer" entgegen, was Eckehard derart irritierte, dass er mitten während der Fahrt umkippte. Aber er war von sachkundigen Kameraden begleitet, die diesen Zwischenfall schnell bemerkten und zur Hilfe eilten. Selbstverständlich kam auch die DGzRS heran und fragte, ob sie helfen könnten. Ich übernahm die Aufgabe, ihnen zu erklären, dass wir diese Fahrt extra machen, um genau solche Fälle zu üben und dass wir die Lage im Griff haben. Die Besatzung des Tochterbootes zeigt sich beeindruckt von so viel Gewissenhaftigkeit beim Ausübung unseres nicht ungefährlichen Sportes, meinte aber, dass man das vielleicht auch bei wärmeren Temperaturen üben könnte.

Zurück am heimischen Steg wurde noch mal alle verbleibende Energie und Lust dem kalten Wasser geopfert. Die zahlreich auf der Kiellinie versammelten Spaziergänger schauten teils amüsiert, teils irritiert unserem Treiben zu. Hier kam auch ich auf meine Kosten und konnte mich wiedermal davon überzeugen, dass ich paddele, um nicht mit dem Wasser in Kontakt zu kommen!

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Royal Flush


Mittwoch, 19. Dezember 

Heute fand der erste Pokerabend in unserem Klubheim statt. Wenige Tage vor Weihnachten war die Teilnehmerzahl naturgemäß nicht sehr groß. Michael und Sascha versuchten uns in die Raffinessen des Pokerspiels einzuweisen. Insbesondere beim Bieten hatten wir Poker-Neulinge unsere Probleme. Dennoch haben wir viel gelacht und unseren Spaß gehabt.

Klaus-Peter

Mittwoch, 12. Dezember 2007

"bleib WÄÄÄÄCK!"

Mittwoch, 12. Dezember

"Kurz - laaaaang!" Wer weiß schon, was uns dieses Signal sagen will, wenn ein Schiff es durch seinen Typhon abwirft? Die Paddler von der KVK wissen es nun, denn Klaus-Peter erläutert uns heute in seinem Vortrag "Paddler, hört die Signale" alles, was Schiffe an Kommunikationsmitteln einsetzen. "Bleib weg!" will uns dieses sagen und man tut gut daran, ihm Folge zu leisten.

Natürlich gibt es häufiger gebrauchte Signale und es gibt neben Typhonen auch andere Mittel, die genutzt werden, um z.B. Einschränkungen in der Manövrierfähigkeit oder bevorstehende Manöver anzukündigen. Das sind durchaus Mitteilungen, die ein Paddler interpretieren können sollte, wenn er sich wie wir im Revier der Großschifffahrt aufhält.

Wenn man den Ausführungen von Klaus-Peter folgt, fragt man sich, wie blind man früher eigentlich durch die Welt gepaddelt ist, ohne all die angebotenen Informationen aufnehmen und interpretieren zu können. Allerdings frage ich mich auch nach dem Vortrag noch, ob ich eigentlich jemals in der Lage sein werde, alle mich eventuell betreffenden Signale der umherfahrenden Schiffe lesen und verstehen zu können, so unüberschaubar ist die Fülle der möglichen Signale.

Besonders eindringlich waren dann noch die Erläuterungen über die pyrotechnischen Seenotsignalmittel. Da gibt es momentan ein großes Dilemma, weil die rechtliche Lage zur Erlangung des sogenannten "Pyroscheines" nicht geklärt ist, man einen solchen aber benötigt, um welche zu erwerben. Wir hoffen, dass sich die Lage an dieser Front baldmöglichst lichtet und danken Klaus-Peter für seinen überaus "erleuchtenden" Vortrag.

Sonntag, 9. Dezember 2007

"Advent, Advent..."

Sonntag, 9. Dezember

Weihnachtsfeier in der KVK. Leider konnte ich nicht dabei sein - daher möchte ich die Teilnehmer aufrufen, mir ein Stimmungsbild zu schicken, das ich dann hier veröffentliche. Bombadiert mich mit Mails!

Mittwoch, 28. November 2007

"Was fliegt denn da ums Boot herum?"



Mittwoch, 28. November


Martin hat eingeladen zu einem ebenso farbigen wie kenntnisreichen Vortrag über die heimische Vogelwelt. Einige Abstecher in die Flora und übrige Fauna lockern die Atmosphäre ebenso auf wie die weitgehend selbstgemachten lebhaften Bilder der Objekte der Diskussion. Endlich kann jeder die Küstenseeschwalbe von der Flussseeschwalbe unterscheiden und weiss, was Gans und Ente ihrem innersten Wesen nach unterscheiden!

Sonntag, 25. November 2007

Hallentraining

Sonntag, 25. November



Der erste Termin diesen Winter in der Schwimmhalle der Universität läutet wieder eine Phase der "Trockenübungen" für Rettungs- und Rolltechniken ein. Diesmal sind zwei Kanadier mit von der Partie, mit denen der Ernstfall für diese Bootsgattung einmal geprobt wird. Es zeigt sich, dass es einerseits sehr wohl möglich ist, auch mit solchen Booten aus einer misslichen Lage wieder heraus zu finden, dass man diese Technik andererseits aber durchaus üben muss, denn sie fällt einem nicht von selbst in den Schoß.

Sonntag, 18. November 2007

Wanderfahrt auf Böhme und Örtze

17. und 18. November




Eine Delegation der KVK geht mit dicken Sachen und Handschuhen bewaffnet auf eine Expedition durch's niedersächsische Unterholz. Mit Kanadiern, Seekajaks und Wildwasserbooten geht es die beiden Flüsse Böhme und Örtze hinunter. Übernachtet wird der Jahreszeit entsprechend in einer Jugendherberge.

Mittwoch, 14. November 2007

Vortrag "Navigation"

Mittwoch, den 14. November

Sascha erzählt uns heute etwas über das Problem, dass man doch nicht immer da ankommt, wo man hin will, wenn man immer der Nase nach fährt: Abdrift ist das Thema. Wie entsteht sie, was hat sie für Ursachen, wie kann man sie erkennen und was kann man dagegen tun.

Mit Bildern aus der Praxis auf der Förde und anschaulichen Graphiken stellt Sascha auf einfache Weise dar, was man mit Abdrift für Probleme haben kann und zeigt uns Wege, wie wir im täglichen Paddelleben üben können, besser damit klar zu kommen.

Mittwoch, 7. November 2007

Filmabend "TITS 3"


Mittwoch, 7. November

Heute führt Andreas uns den Film "This is the Sea III" vor. Es ist unglaublich, was für eine Bootsbeherrschung und Abgebrühtheit die Akteure an den Tag legen, wenn sie in durch die Tide hervorgerufenen stehenden Wellen surfen, die ein ausgewachsenes Seekajak ohne Probleme der Länge nach überschlagen! Bei den ruhigeren Surfsequenzen konnte man sich wieder eine Menge bilderbuchmäßig ausgeführter Steuerschläge abgucken.

Tröstlich zu sehen, dass auch absoluten Cracks manchmal nur noch der nasse Ausstieg bleibt. So musste selbst die Eisverkäuferin aus Husum, die nebenamtlich Weltmeisterin im Greenland-Style-Rolling ist, sich nasse Unterhosen holen, als ein Wirbel sie nicht losließ und ihr die Rolle versagte. Wer sich danach die Sequenz mit ihren perfekt ausgeführten Rollen angesehen hat, wird nie wieder sagen: Ich komme immer wieder hoch!

Auch wenn kaum jemand von uns ähnlich extreme Unternehmungen wie die im Film gezeigten unternehmen wird, ist es einfach toll zu sehen, was mit einem Seekajak noch möglich ist und dass es da noch viel gibt, was wir lernen können!