Mittwoch, 22. Februar 2012

"Wie gut kennst du die Förde?"

Es ist nur eine Möve zu sehen auf dem esten Puzzlestück. Da kommt auch schon der erste Vorschlag, wo das sein könnte! Leider ist es doch eine andere Möve als gedacht!

Wir fahren so oft und regelmäßig auf der Förde, dass man meinen sollte, wir kennen hier wirklich jede Möve mit Vornamen. Aber Karen macht heute die Probe aufs Exempel mit uns. Sie ist mir Fotoapparat bewaffnet unser Heimatrevier auf und ab gepaddelt und gesegelt und hat typische und nicht so typische Stellen fotographiert. Diese Fotos zeigt sie uns und wir müssen sagen, um was es sich handelt. Zusätzlich liegt auf dem tisch eine handgezeichnete Karte mit den groben Umrissen der Förde und wir müssen einen Ausdruck des zugehörigen Bildes an die richtige Position bringen.

Damit das Ganze nicht gar so einfach ist, werden die Bilder immer nur "Puzzle-stückweise" gezeigt. Und da ist es eben nicht so einfach, einer Möve vor blauem Himmel gleich die richtige Position zuzuordnen. Aber beim Verteilen der "Mensch-Ärger-Dich-Nicht"-Pöppel, die als Stellvertreter für die Tonnen auf der Förde fungieren, zeigt sich doch, dass so gut wie alle wissen, wo sich die wesentlichen Navigationsmarken befinden - zumindest grob!

Bei manchem Bild müssen wir aber auch bis zur Aufdeckung des letzten Puzzle-Stücks warten, bis wir überzeugt sind, dass es sich überhaupt um ein Foto handelt, das innerhalb der Grenzen unserer Förde gemacht wurde.

Da Karen gute Werbung gemacht hat, haben sich auch viele Teilnehmer aus anderen Vereinen eingefunden, die gemeinsam mit uns überprüfen, wie gut es um ihre Revierkenntnis bestellt ist.

Samstag, 14. Januar 2012

Offener Übungsnachmittag in der Unischwimmhalle


Nachdem Mathias uns bereits am Mittwoch im Vereinsheim mit seinem Vortrag "Rettungstechniken" auf diesen Samstag eingestimmt hatte, ging es heute in und auf das nasse Element. Der vollbeladenen Trailer mit zehn Booten, den Eckehard zur Unischwimmhalle zog und zwei Kinderboote in Pkws zeigten die große Resonanz an diesem Termin. Im Nichtschwimmerbecken und dem großen Becken werden unter anderem der Hüftschwung, die Eskimorolle, Stützen und Wiedereinstiegsübungen trainiert.

Klaus-Peter

Mittwoch, 11. Januar 2012

Rettungstechniken

Mittwoch, 11. Januar

Übermorgen steht ein "Offener Übungsnachmittag" in der Schwimmhalle der Universität auf dem Programm. Da stellt sich die Frage: "Wie soll man üben, was man üben soll, wenn man gar nicht weiß, was man üben soll?" Aus den Erfahrungen vergangener Hallentermine habe ich gelernt, dass für die sichere Umsetzung der Praxis die Kenntnis der dahinter liegenden Theorie ausgesprochen hilfreich ist. Und Theorie vermittelt sich leichter mit Vorbereitung und am Tisch als nebenbei, wenn man gerade mit dem Kopf halb unter Wasser hängt. Dann verabreichte theoretische Erläuterungen dringen meist schon deshalb nicht durchs Ohr des Übenden, weil dieses gerade voll Wasser ist.

Wir beschränken uns an diesem Abend auf die zentralen Elemente wie
  • Unterwasserausstieg
  • Hüftknick
  • Eskimorettung
  • Assistierter Wiedereinstieg
  • Hohe Stütze
  • und schließlich die Eskimorolle
Es gibt eine Menge zu beachten, aber wenn man eine Regel als grundsätzlich wichtig und beachtenswert benennen sollte, dann die, dass der Kopf immer unten bleibt! Das gilt für die flache wie die hohe Stütze, für die Eskimo-Rettung und erst recht für die Rolle. Natürlich nützt auch eindringlichstes Predigen nichts, ohne dass man dieses Wissen in der Halle mit Praxis hinterfüttert. Aber anhand von Bildern und kleinen Videos kann man sehr schön plastisch und entspannt vorführen, was passiert, wenn man diese Regel nicht beherzigt.

Es ist ein Vorteil, mal vor der gesamten Gruppe detailliert über Vorteile, Nachteile und Einzelheiten der jeweiligen Techniken sprechen zu können. So kann man auch mal die eine oder andere Variante ansprechen, seine Vorlieben und Erfahrungen diskutieren und so ein breiteres Verständnis erreichen.

Am Samstag in der Halle werden uns die Übungen dann wie selbstveständlich aus der Hüfte kommen!

Samstag, 7. Januar 2012

Neujahrspaddeln

Der TSV Klausdorf veranstaltet heute seine "Neujahrs"tour. Das Wetter ist einigermaßen - nicht mehr so trübe wie noch vor einer Woche. Es hat sich eine stolze Truppe am Vereinsheim eingefunden. Sogar Thomas vom Nachbarverein kommt heute mit. Da sich mein Default-Boot noch in der Rekonvaliszenz befindet, fahre ich meinen bewährten "Stummel".

Am Schwell in Neumühlen wird schnell klar, dass viel Wasser aus der Schwentine drückt. "Dann muss auch viel drin sein", denke ich mir. Es ist an den Ufern schon zu sehen, dass sonst trockene Bereiche heute unter Wasser stehen, aber hier im Unterlauf macht sich die Strömung noch nicht dramatisch bemerkbar. Während ich noch auf einige Nachzügler warte, fahren Jörg und Peter ihr normales Arbeitstempo. Irgendwann kann ich aber auch nicht mehr an mich halten und haue rein. Ich habe keine großen Hoffnungen, die beiden noch zu erreichen, denn eigentlich haben sie einen viel zu großen Vorsprung. Mit zunehmender Strecke nimmt auch die Strömung deutlich zu und meine Geschwindigkeit immer mehr ab, obwohl ich wirklich arbeite. Als ich an der Klausdorfer Insel ankomme, sehe ich am Ende des hier recht geraden Flusslaufes Peter und Jörg, die fast auf der Stelle stehen. Sollten die Strömung sie so sehr gebremst haben? Zentimeter für Zentimeter arbeite ich mich zu ihnen heran, und erfahre, dass sie ein ganzes Weilchen auf mich gewartet haben.

Dort wo die Schwentine unter normalen Umständen durch große Steine verblockt ist, muss man sehr mit Bedacht fahren. Von den Steinen ist nicht das geringste zu sehen, aber die Strömung ist so stark, dass man unheimlich aufpassen muss, seinen Bug nicht zu weit ausscheren zu lassen, weil es einen sonst komplett herumreißt und man sich an der anderen Flussseite wiederfindet. Irgendwo ragt ein beindicker Ast schräge aus dem Wasser. Ihn zu umfahren, würde bedeuten, mitten in den Hauptstrom zu geraten. Also versucht Peter direkt vor mir unter ihm hindurch zu kommen. Er schafft es auch ganz knapp, fährt aber recht weit in der starken Strömung, wo der Ast eine bequeme Durchfahrtshöhe bietet. Ich bin schlauer und gelenkiger und halte mich weiter aus der Strömung heraus. Dafür muss ich mich tiefer ducken, aber nicht so arg gegen die Strömung kämpfen. Leider habe ich nicht recht bedacht, dass die Durchfahrtshöhe rechts neben mir praktisch null ist und ich daher mit dem Paddel am Ast hängen bleibe. Klassische Situation zum Kentern! Aber ich will nicht kentern und drücke mich mit dem Hinterkopf entschlossen vom Ast ab, bis ich mein Paddel wieder bestimmungsgemäß einsetzen kann. Die restlichen paar hundert Meter bis zur Oppendorfer Mühle fahren wir etwa mit zwei Stundenkilometern, wie Peters GPS-fähiges Handy uns später verrät. Aber das ist für die Umstände nicht übel, denn als ich unter der Brücke hindurchpaddle, wo ich noch nie hindurchgekommen bin, ohne mir mein Paddel an den Steinen zu stoßen, muss ich feststellen, dass man heute die Steine mit seinem Paddel kaum erreicht!




Zurück geht schneller! Am Klausdorfer Vereins, dessen Steg heute komplett unter Wasser liegt ist eine Pause unterm Grillpilz fällig. In fröhlicher Runde werden Würstchen und anderes Grillgut vertilgt und die Seele mit heißen Getränken aufgetaut.

(... alle Bilder hier)

Mittwoch, 14. Dezember 2011

"Kalt erwischt!"

Mittwoch, 14. Dezember

Die vier Stadien bei Einwirkung von kalten Wasser auf einen Paddler können jede für sich eine tödliche Bedrohung darstellen. Sabine erzählt uns etwas über physiologische Zusammenhänge und medizinische Implikationen beim Zusammentreffen von kaltem Wasser und Paddlern. Gemeinhin denkt man immer, dass es je nach Wassertemperatur eine erkleckliche Zeit dauert, bis man schließlich an Unterkühlung stirbt. Dabei ist die Unterkühlung erst das dritte Stadium und man muss schon die beiden anderen überlebt haben, um hieran zu sterben. Was die wenigsten wissen, ist, dass kaltes Wasser bereits in den beiden ersten Stadien tödlich sein kann - und das innerhalb von wenigen Minuten. Unser Hobby ist zwar eine vergleichsweise unfallarme Sportart - aber sie birgt trotzdem ein hohes Risiko. Nur wenn wir uns dieses Risikos bewusst sind und verantwortlich damit umgehen, können wir vermeiden, eines Tages als Quellenmaterial für eine Tabelle wie die nebenstehende zu dienen..



Samstag, 10. Dezember 2011

Hallentraining in Preetz



Samstag, 10. Dezember

Thomas vom TSV Klausdorf ist es zu verdanken, dass wir in diesem Jahr noch einmal einen Termin in einer Schwimmhalle nutzen können. Wir sind das erste Mal in der Halle in Preetz. Die Zahl der in die Halle zu transportierenden Boote scheint kein Ende zu nehmen und ich bin der festen Überzeugung, dass sie unmöglich alle gleichzeitig auf dem Wasser Platz haben werden. Aber wie durch ein Wunder findet sich für jedes der über zwanzig Kajaks dann doch ein freies Fleckchen Wasser in dem 25-Meter-Becken.


Für Ute und Heiner ist es die erste Gelegenheit, unter entspannten Bedingungen Stützen und Rettungstechniken zu üben, die ihnen - wenn nicht gleich wertvolle Dienste leisten - so doch die Zuversicht und das Vertrauen stärken. Heiner ist gleich dermaßen beflissen und ohne Scheu, dass er sich fast mehr unter als über dem Wasser aufhält.

Auch für Birke ist es lange her, dass sie mal ihre Rolle getestet hat. Der erste Versuch endet kurz vor dem Ertrinken, der zweite befördert sie so souverän wieder in die aufrechte Position, dass sie selbst am meisten überrascht ist.

Im kommenden Jahr werden wir und vor den Hallenterminen noch einmal mit der den Techniken zu Grunde liegenden Theorie befassen. Mal sehen, ob das hilfreich bei der Umsetzung ist.


Dienstag, 22. November 2011

Hamberger Herbstfahrt

Samstag, 19.November

Zusammen mit Kanuten aus Geesthacht, Segeberg, Lübeck und Hamberge waren Richard und ich auf der Herbstfahrt des SV Hamberge. Beim Parkplatz des Finanzamtes setzten wir ein. Bei der Sohlgleite ein paar hundert Meter flussabwärts mussten wir unsere Kajaks umtragen. Dies war jedoch die einzige Umtragestelle. Während es in Kiel auf der Förde sehr nebelig war, konnten wir hier auf der Trave gut paddeln. Der Wasserstand war leider etwas niedrig, dafür sahen wir jedoch 7 mal einen Eisvogel! Die herbstliche Stimmung auf der Trave war schön. In der Dämmerung erreichten wir das Vereinsgelände des SV Hamberge. Trotz der großen Baustelle für den Neubau des Bootshauses und des Vereinsheimes hatten die Kanuten in Hamberge Glühwein und alkoholfreien Punsch und ein Lagerfeuer für uns vorbereitet.

Klaus-Peter

(... alle Bilder hier)

Sonntag, 13. November 2011

Sonniger Sonntag



Heute war ein richtig schöner Novembertag. Neben sieben Kanuten vom KVK starteten mit uns auch zwei Paddler vom KKK. Auch sonst waren viele Wassersportler unterwegs: Segler, Angler, drei Kanuten des TSVK, Ruderer und bei der Seebadeanstalt wurde auch geschwommen, Brrr! Am Horizont war es diesig, dafür war das Wasser sehr klar. Man konnte klasse auf dem Grund der Förde Seesterne und Muscheln beobachten. So ein schöner Tag kann gerne wieder an einem Sonntag zum Paddeln kommen.

Klaus-Peter


Sonntag, 23. Oktober 2011

Sonntagspaddeln


23.Oktober 11

Heute am Sonntag kamen um 11 Uhr neun Kanuten um gemeinsam auf der Förde zu paddeln. Die Sonne lacht vom Himmel und alle hatten Lust sich auf dem Wasser zu bewegen. Der südöstliche Wind schob uns gut voran und bei netten Gesprächen erreichten wir schon bald die Glockentonne. Zurück
ging es mit Gegenwind etwas langsamer und die Arme wurden doch etwas länger. Auf Höhe der Blücherbrücke konnten wir zwei "Motten" beobachten. Diese leichten Segelboote sind extrem schnell und haben auf Grund ihrer Form schon etwas insektenähnliches an sich. Nach einer warmen Dusche
verbrachte ein Teil unserer Gruppe den Ausklang bei Kuchen und Kaffee im Café Pennekamp.

Klaus-Peter

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Mittwoch 12. Oktober

Mittwoch 12. Oktober



Einer der letzten Mittwoche des Paddeljahres lockt noch einmal mit mildem Wetter. Leider ist die Sonne nicht mehr lang genug am Himmel, so dass wir nicht so weit paddeln können, wie wir es gerne würden. An der Tonne 14 mitten in der Heikendorfer Reede müssen wir den Heimweg in die untergehende Sonne hinein antreten. Als wir beim gemeinsamen Bier im Klubheim sitzen, zieht die AidaCara in Festbeleuchtung unter dem Vollmond an uns vorbei....

Sonntag, 2. Oktober 2011

Abpaddeln 2011

Sonntag, 2. Oktober



Eigentlich wollte ich ein langes Paddelwochenende machen - der Feiertag am Montag, den 3. Oktober hatte eine schöne Gelegenheit geboten. Aber dann kam es doch anders, und so stehe ich heute schon um kurz nach neun auf unserem Vereinsgelände, um beim Abpaddeln für den Verein Flagge zu zeigen. Aber ich bin längst nicht der erste! Bei strahlendem ruhigem Herbstwetter trudeln immer mehr Paddler ein, die sich diese Gelegenheit ebenfalls nicht nehmen lassen wollen.

Heute ist der Tag der doppelten Lottchen: Wir haben zwei Martinas mit an Bord, zwei Marits, zwei Lennarts und zwei Svens - und die haben sogar denselben Nachnamen! Zusammen mit unseren Kollegen vom Nachbarverein (die heute auch ohne Wanderwart sind) paddeln wir über eine spiegelblanke Förde in die Schwentinemündung zur Umsetzstelle Neumühlen. Dort warten wir auf das Eintreffen der Paddler vom TuS, vom ETV und vom TSV Klausdorf. Um uns die Wartezeit zu verkürzen, spielen wir etwas mit dem Schwall des Schwentineschwalles. Wenn man noch nie in so strammer Strömung gepaddelt ist, muss man sich schon etwas daran gewöhnen, dass sie einem den Bug unerwartet rumreißt.

Das Wetter ist verlockend und wann sonst sollte man mit der ganzen Baggage auf die Förde fahren, wenn nicht heute? Dieter vom ausrichtenden KKK führt uns bei Flaute und sengender Sonne bis nach Kitzeberg. Trotz des "unglücklichen" Termins, an dem alle, die es rechtzeitig kommen sehen haben, dieses verlängerte Wochenende anderweitig nutzen, ist doch eine ganz stattliche Anzahl an Paddlern zusammengekommen, die quer über die glatte Förde in Richtung Gorch Fock gleiten. In einiger Entfernung dümpeln einige Schweinswale im Fahrwasser. Idylle pur.

Auf dem Gelände des Kieler Kanu Klubs findet das gemeinsame Aprés Ski statt. Es gibt tolle Kuchen, preiswerte Getränke und schöne Gespräche. In so trauter Gemeinschaft vergesse ich ganz, dass ich eigentlich ganz wo anders sein wollte ... .

Montag, 26. September 2011

Bootskontrolle

Montag, 26. September

Heute begeht meine Tochter ihren 18. Geburtstag! Aber heute ist auch der Termin angesetzt, dass wir unsere Vereinsboote durchsehen und für die nächste Saison vorbereiten wollen. Klaus-Peter hat den Termin vorbildlich vorbereitet. Er hat für jedes Boot einen Vordruck produziert, auf dem steht, was alles kontrolliert werden muss und Unmengen an neuen Schriftzügen besorgt, die wir auf die Boote kleben können. Auch die von Bärbel bestellten DKV-Aufkleber sind bereits eingetroffen, so dass (fast!) jedes Schiff mit dem Vereins- und dem Verbandwimpel ausgerüstet werden kann.

Es sind reichlich Leute meinem Aufruf gefolgt, so dass wir uns jeweils zu zweit ein Boot vornehmen können. Trotzdem sind wir recht lange dabei, bis jeder Aufkleber sitzt, jedes Boot eine Paddelleine hat und alles notiert ist, was noch zu besorgen und zu bearbeiten ist. Aber wir können mit dem guten Gefühl nach Hause gehen, dass sich unsere Flotte zum Abpaddeln am kommenden Sonntag in allerbester Form präsentieren wird! Sven hat sich sogar bereit erklärt, den Rasen zu mähen, der es bitter nötig hatte. Zum Glück setzt der Regen erst ein, als er mit seiner Arbeit fertig ist.
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